
Die
AC-Reihe zählt wohl zum besten, was das Action-Genre derzeit zu bieten
hat. Bereits der erste Teil aus dem Jahr 2007 bietet einen Großteil
der Tugenden, die in den Nachfolgern so zu gefallen wissen. Leider
aber auch einige Schwachpunkte, die aber auf Grund des Feedbacks später
ausgemerzt wurden.
Fangen wir mit der Grafik an. Für ein vier Jahre altes Spiel macht es
auch heute noch Spaß, Altair über die Dächer zu jagen. Natürlich ist
die Darstellung nicht mehr up-to-date, aber wie gesagt: 4 Jahre. Eine
Menge Zeit für Entwicklungen. Wenn man das nicht aus dem Auge verliert,
kann sich AC1 auch heute noch sehen lassen.
Die Steuerung ist wunderbar eingängig und schnell zu erlernen. Nach
spätestens einer halben Stunde geht sie so leicht von der Hand, dass
man das Gefühl hat, nie anders gespielt zu haben. Lediglich der Kampf
zu Pferde stellt sich als etwas problematisch dar, was jedoch kein
großer Kritikpunkt ist, da man nicht zwangsläufig auf diese Art kämpfen
muss. Das Kernelement, das akrobatische Klettern an Gebäuden sowie
der Kampf in den Städten, ist jedoch super umgesetzt worden.
Atmosphärisch bin ich etwas zwiegespalten. Während man sich im Animus
befindet und Altair darstellt, ist die Stimmung dicht und die Storyline
fesselnd. Leider werden diese Passagen immer wieder von der
Rahmenhandlung der kompletten Reihe unterbrochen, was etwas nervtötend
ist - die Geschichte um Desmond ist im ersten Teil noch zu
undurchsichtig, um tatsächlich interessant zu sein. Ebenso langweilig
sind mit der Zeit leider auch die immer wiederkehrenden und gleichen
Informaten-Missionen. Hier hätte man etwas mehr unterschiedliche
Aufgaben einbringen können. Auch dass man nicht von Beginn an auf die
Schnellreise-Option zugreifen kann, sondern immer manuell durch das
heilige Land reiten muss, ist recht eintönig. Alles in allem mangelt
es also etwas an Abwechslung, aber die Geschichte um Altair überdeckt
das geschickt und fesselt dennoch bis zum Schluß an die Konsole.