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Freitag, 14. September 2012

"Sinnlos im Weltraum" - Dead Space 2

Inhaltszusammenfassung:


Isaac Clarke hat die Ereignisse auf der Ishimura überlebt, fristet sein Darsein nun aber - da er als Verrückter eingestuft ist - in einer Heilanstalt auf der Raumstation Sprawl. Er wird geplagt von Visionen, in denen seine tote Ehefrau zu ihm spricht - welche sich immer öfters als Necromorph entpuppt. Eines Tages gellt der Alarm durch die Station und sie verwandelt sich binnen kürzester Zeit in die Hölle. Clarke gelingt die Flucht - und er muss feststellen, dass als vernichtet geltenden Necromorphs nun auch hier aufgetaucht sind und einen Großteil der Stationsbewohner abgeschlachtet haben. Sein Kampf ums Überleben beginnt aufs Neue.



Kritik:

Das erste Dead Space zählt in meinen Augen zu den besten Horror-/ Actionspielen, die jemals veröffentlicht wurden. Ein tolles, weil sich von der typischen Kleinstadt/ Herrenhaus-Kulisse abhebendes Szenario, ein Held, der eigentlich keiner ist und eine düstere, oftmals angsteinflößende und verstörende Atmosphäre, dazu ein nicht zu knapp bemessenes (aber zur Geschichte passendes) Maß an Gewalt. Dementsprechend hoch sind natürlich auch die Erwartungen an einen Nachfolger - was zwar nicht zwangsläufig zu einer Enttäuschung führen muss, die Gefahr ist jedoch in solchen Fällen meistens sehr hoch.

Dienstag, 28. August 2012

inFAMOUS 2 (PS3)

Inhaltszusammenfassung:

Der Kampf um Empire City scheint vorbei zu sein. Cole MacGrath ist noch am Leben und guter Dinge, dass er Zeit hat, sich auf den Angriff der Bestie vorzubereiten, der ihm prophezeit wurde. Weit gefehlt! Die letzten elektrostatischen Aufladungen erzeugen noch Funken in der Luft, da erscheint das Monster - und MacGrath kommt nur knapp mit dem Leben davon, während die Stadt komplett vernichtet wird. Er flieht nach New Marrais, die Bestie im Nacken, um dort seine Kräfte mit Hilfe von Explosionssplittern zu verstärken - doch auch hier sieht man in ihm nur den Dämon von Empire City. Die Miliz ist gegen ihn, die Führung der Stadt auch. Es liegt an ihm, das zu ändern. Für welche Seite wid er sich entscheiden.



Kritik:

Wer nun hinsichtlich dieser wirren Inhaltszusammenfassung nur verzweifelt mit der Stirn runzelt, hat mein volles Verständnis. inFAMOUS 2 setzt direkt an der Stelle an, an welcher der erste Teil endete - es ist also unbedingt empfehlenswert, diesen auch gespielt zu haben, wobei der Titel im Intro aber auch sehr gut erklärt, was vor dem Kampf mit der Bestie geschehen ist - welcher übrigens nur als Tutorial dient, um die grundlegende Steuerung zu erlernen. Ein äußerst gelungenes Tut, das nur am Rande.

Generell kann man sagen, dass dieses Spiel alle Stärken des ohnehin schon sehr guten Vorgängers geerbt hat, allem voran die spannende Geschichte, die einen absolut in ihren Bann zieht. Wie schon im ersten Teil werden die Cutscenes nicht in Spiel- sondern in einer Art schön anzusehender Comicgrafik erzählt, die sich gut in das Game integriert. Das Prinzip ist hierbei das gleiche geblieben: Cole beginnt in einem einzelnen Stadteil von New Marrais als "neutrale Person", lediglich die Miliz ist ein klarer Gegner. Durch das Handeln des Spielers baut sich ein Karmabalken auf - zum Positiven oder auch zum Negativen, je nach Spielweise. Wer also viele Kollateralschäden verursacht, bewusst gegen Zivilisten handelt wird irgendwann Probleme mit den Anwohnern bekommen. Das kann so weit gehen, dass sie ihn gezielt angreifen, was natürlich den Schwierigkeitsgrad erhöht. Auf der anderen Seite ist eben auch das vorsichtige Agieren eine Herausforderung für sich. Der Spieler muss sich also für seinen Weg entscheiden - der im übrigen auch die Nebenmissionen und vor allem die Endsequenz beeinflusst. Zwar wird man zum Finale hin vor die Wahl gestellt, in welche Richtung man gehen möchte, allerdings ist diese Wahl im Grunde nur Makulatur, denn ein Held kann natürlich nicht auf einmal den bösen Weg wählen. Auf der einen Seite logisch, auf der anderen ärgert man sich aber auch ein wenig über die quasi nicht vorhandene Auswahlmöglichkeit. Der größte Kritikpunkt des ersten Teils waren für mich die Nebenmissionen, die sich leider häufig wiederholen und mich im letzten Stadtteil (insgesamt gibt es vier) dazu gebracht haben, strikt nach Story zu spielen und die Eroberung der Stadt zu ignorieren. Hätte ich alle Quest und die benutzergenerierten Inhalte gespielt, wären aus den ca. 25 Stunden Spielzeit wohl um die 40 geworden. Über den Umfang kann man sich also nicht beschweren.

Grafisch ist das Spiel eine Wucht. Logisch, schließlich handelt es sich um einen Exklusivtitel, der speziell für die PS3 entwickelt wurde und dementsprechend alle Möglichkeiten aus der Konsole herauskitzelt - ohne sie dabei jedoch an ihre Grenzen zu bringen. Ich konnte kein Ruckeln, kein Hakeln, kein nichts feststellen. Der Ablauf war auch in hektischen und mit vielen Gegnern besetzten Situationen immer flüssig und gut zu handeln. Das Handling selber entspricht übrigens den Genrestandards. Mit den Sticks bewegt man Cole, die Schultertasten sind dem Zielen und Schießen zugewiesen, die anderen Tasten (teilweise doppelt belegt!) für die Sonderfunktionen und Spezialangriffe. Auf den ersten Blick mag das nach viel klingen, aber die Funktionen wie zum Beispiel das Durchschalten der alternativen Angriffe sind über das Digitalkreuz zu erreichen, das Spiel pausiert dann, bis der Spieler sich entschieden hat. Fair, da die Auswahl doch recht groß ist und in einigen Situationen gezielt dem Gegner angepasst werden muss. Diese sind gegenüber dem ersten Teil deutlich umfangreicher ausgefallen - und großteils auch vom Karma abhängig. Man kann also in einem Durchlauf nur schwerlich alle Attacken freischalten. Wie auch das alternative Ende mit Sicherheit ein Motivator für eine zweite Runde mit Cole MacGrath.

Fazit:

inFAMOUS 2 ist nicht nur etwas für Freunde des ersten Teils, sondern kann jedem Actionfreund empfohlen werden. Eine tolle Story, eine eingängige Steuerung und ein sympathischer (oder genau das Gegenteil) Hauptcharakter machen Lust auf mehr.

Bewertung: 8/10 Punkten

Freitag, 13. Juli 2012

Mass Effect 3

Inhaltszusammenfassung:

Nicht jeder wird überleben. Eine alte Alien-Zivilisation, bekannt als die „Reaper“, hat mit einer groß angelegten Invasion begonnen, welche nichts als eine Schneise der Verwüstung hinterlässt. Die Erde wurde eingenommen, die Galaxie steht am Rande der kompletten Vernichtung, und du bist der Einzige, der die Angreifer stoppen kann. Der Preis einer Niederlage ist die völlige Auslöschung.


Kritik:

Mass Effect 3, der Abschluss einer großen Trilogie - für mich DIE derzeit beste Rollenspielreihe im Sci-Fi-Sektor - und auch außerhalb dieses Subgenres einer der Spitzenreiter. Doch kann der dritte Teil nach leichten Schwächen im (immer noch spielenswerten) Vorgänger wieder an die Klasse des ersten Mass Effect anknüpfen? Ist der Abschluss der Trilogie auch das Ende von Mass Effect oder können wir auf weiteres Material hoffen?

Über die Story braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Bioware versteht es wie kaum ein anderes Studio, packende Geschichten zu erzählen, den Spieler in die von ihnen geschaffene Welt hinein zu saugen und ihn auch bis zum Ende nicht wieder los zu lassen. Das ist bei Mass Effect 3 nicht anders. Schon alleine das Intro/ Tutorial gehört in meinen Augen zum fesselndsten, was ich in den letzten Jahren erlebt habe. Es war von Anfang an klar, dass dieser Titel durchgezockt werden muss - und wären da nicht Job und Familie, wäre es einer dieser Kandidaten gewesen, die man gut und gerne auch einmal 10, 12 Stunden am Stück spielen könnte. Der Wermutstropfen dabei: Wenn man sich wirklich an dieses Prinzip gehalten hätte, wäre man innerhalb von zwei Tagen mit der Hauptstory durch gewesen - und auf diese fokussiert man sich ab der Hälfte der Laufzeit fast schon zwangsläufig. Leider sind die Nebenmissionen relativ langweilig ausgefallen, im Grunde genommen nicht viel etwas anderes als "Fliege zu Planet XYZ, sammele dort einen Gegenstand ein und bring ihn zu mir zurück." Schade, hier wurde wie schon im zweiten Teil viel Potential verschenkt, denn diese besagten Gegenstände werden durch einfaches Scannen des Planeten bereits eingesammelt. Mir wäre die Lösung wie im ersten Teil (eigenständige Bodenmissionen) weitaus lieber gewesen, es hätte mir einen guten Motivationsschub gegeben, um wirklich alle Nebenquests zu absolvieren. So bleibt leider ab einem gewissen Punkt wirklich nur noch der Fokus auf die Hauptmissionen, da beim "lustigen" Suchen und Finden irgendwann einfach nur noch Langeweile aufkommt. Diese ist dafür, wie bereits erwähnt, um so fesselnder. Besonders gefällt mir bei einem Großtei der Bioware-Titel, dass man während der Handlungsentwicklung auch das Verhältnis zwischen den einzelnen Charakteren weiter entwickelt. Liebesbeziehungen, Freundschaften, Abneigungen und blanker Hass, alles wird bedient. Gelungen! Genau so gelungen ist der Entscheidungszwang für den Spieler und die Konsequenzen seines Handelns für das komplette Mass Effect-Universum. Wer möchte schon vor der Wahl stehen, welches Volk er dem Untergang weiht?

Schattenseiten gibt es aber leider auch abseits der langweiligen Nebenquests. Das Gameplay selber... der Rollenspielanteil ist zwar im Vergleich zum zweiten Teil wieder aufgewertet worden, lässt aber die Komplexität des ersten nach wie vor vermissen. Die Missionen selber sind nach wie vor eher als Third Person Shooter zu sehen, das RPG findet also in erster Linie dazwischen statt. Auch sind die Skills noch immer sehr beschränkt. Die einzelnen Klassen spielen sich zwar leicht unterschiedlich, aber zumindest auf dem normalen Schwierigkeitsgrad kann noch zu großen Teilen auf den Einsatz der Skills verzichtet werden. Munition findet sich bis zum Schluss reichlich und die Gegner verhalten sich mitunter... nennen wir es einmal "wie geistig umnachtet". Stumpfes hechten von Deckung zu Deckung - alles erschießen, was sich bewegt - weiter hechten. So stellt sich leider das Gros der Aufgaben dar - hier wäre mehr tatsächlich mehr gewesen, die Settings sind zwar halbwegs abwechslungsreich, genau so die Gründe des Rambo-spielens... das war es aber auch schon, das Prinzip bleibt eben. Schade, hier wäre sicherlich mehr Potential vorhanden gewesen.

Was sollte noch erwähnt werden... die Grafik, sie wirkt zwar etwas altbacken, ist aber gerade in den Zwischensequenzen immer noch eindrucksvoll. Die Steuerung ist gewohnt eingängig, auch wenn sie natürlich RPG-typisch über "X zum schießen und Kreis zum springen" hinaus geht. Der Spieler wird aber im Tutorial gut heran geführt. Neu bei Mass Effect ist auch die Möglichkeit, sich vor Spielbeginn zu entscheiden, wie man spielen möchte. Klassisch als RPG, als reiner Shooter oder als interaktiver Film. Da mich persönlich die letzteren Möglichkeiten (vorerst) nicht interessiert haben, kann ich leider auch nichts zu den dort vorliegenden Stärken und Schwächen sagen, abgesehen davon, dass ME für einen Shooter einfach zu wenige Möglichkeiten hat, die in diesem Genre aber schon lange zum Standard gehören. Ich kann mir also nicht vorstellen, dass dieser Spielmodus sonderlich unterhaltsam ist. Die Möglichkeit des interaktiven Filmes werde ich bei Gelegenheit noch testen, dazu warte ich aber erst auf den Extended Cut, der als kostenloser DLC kommen und das Ende noch etwas aufwerten soll. Ich bin gespannt.

Zwei ganz große Kritikpunkte: es ist zwingend erforderlich, die ersten Teile gespielt zu haben. Wer an diesem Punkt nichts mit dem Begriff "Reaper" oder "Husk" anfangen kann, sollte wirklich komplett von vorne beginnen - schon alleine um die Entwickung des Spieluniversums miterlebt zu haben. Der zweite: das Ende. Eigentlich eine ganz klare Auflösung des Metaplots, auch wenn traurigerweise darauf verzichtet wird, das Schicksal von Hauptfigur Shepards Begleitern aufzulösen. Ich für meinen Teil hätte gerne gewusst, ob Garrus, Ash + Co. überlebt haben oder nicht. Die wirkliche Katastrophe sind aber die letzten 10 Sekunden, die aus dem Finale eine Farce machen. Man möge sich selbst davon überzeugen.

Fazit:

Leider wird einiges an Potential verschenkt, dennoch ist das Spiel für alle Fans natürlich ein Muss. Generell ist es eine Empfehlung für Freunde von Sci-Fi-RPGs, aber es sei noch einmal gesagt, dass ich dringend empfehle, vorher die ersten beiden Teile durchzuspielen.


Bewertung: 8/10 Punkten

Samstag, 11. Februar 2012

Dragon Age 2



Dragon Age: Origins war für mich das Rollenspiel des Jahres 2009, sozusagen Biowares Meisterstück. Dementsprechend groß war die Vorfreude auf den zweiten Teil, welche - so viel sei vorweg genommen - leider in vielerlei Hinsicht enttäuscht wurde.

Fangen wir mit dem offensichtlichsten Fauxpas an: Die Dungeons. Spätestens nach drei, vier Dungeon-Sessions fällt dem geneigten Spieler auf, dass sämtliche Keller offenbar auf drei bis vier Archetypen beruhen, in welchem je nach Quest lediglich andere Gänge geöffnet bzw. verschlossen sind. Ein äußerst trauriger Umstand, besonders wenn man sich eigentlich in den Bergen befindet, der Grundriss des Kellers aber haargenau der selbe ist, wie es zuvor in der Stadt der Fall war. Dazu kommt, dass sich das Spiel auf nur wenige Handlungsorte beschränkt, jeweils unterteilt in kleine Gebiete. Hier fehlt eindeutig die großartige Atmosphäre, die Teil 1 ausgezeichnet hat - und die für mich gerade bei einem RPG dieser Klasse auch zwingend vorhanden sein muss.

Die Story selber hingegen ist wie vom Hersteller gewohnt großartig geraten, die Zwischensequenzen brilliant - allerdings vermiest der oben genannte Kritikpunkt auch diese irgendwie, zu offensichtlich ist hier die eindeutig nicht hinein gesteckte Kreativität (oder vielleicht auch der Zeitdruck, das lasse ich mal dahin gestellt) Also kann DA2 auch an dieser Stelle nicht voll punkten.

Die Steuerung geht gut von der Hand, auch wenn man sich oftmals eher an ein Hack ´n slay-Spiel erinnert fühlt als an das Rollenspielepos, welches man nach Teil 1 erwartet hat. Zu actionorientiert, zu wenig Tiefgang. Auch hier wieder: Schade! Ich hatte mir mehr erhofft.

Grafisch wird, vor allem was die Gewaltdarstellung angeht, der erste Teil der Reihe in den Schatten gestellt. Opulent fällt das dargestellte dennoch nicht aus, man fühlt sich oftmals an einen simplen Splatter-Film erinnert.

Fazit: 


DA2 ist kein schlechtes Spiel - allerdings kann man es Fans des ersten Teils nur bedingt empfehlen. 

Bewertung: 7/10 Punkten

(Review wird bei Zeiten überarbeitet)

Batman - Arkham City



Der Nachfolger des Spiels mit der höchsten Durchschnittswertung aller Zeiten. kann Rocksteady die Erwartungen, die man nach dem großartigen Arkham Asylum an den neuen Teil der Batman-Reihe hat, auch erfüllen oder haben wir es mit einer herben Enttäuschung zu tun?

Fangen wir einmal von vorne an, mit der Atmosphäre. Die war schon im ersten Teil wirklich dicht, die Story hat einen mitgerissen. und genau dort, wo Arkham Asylum aufgehört hat, macht Arkham City weiter. Wieder fühlt man sich geradezu in die Geschichte hinein gezogen und fiebert mit Bruce Wayne alias Batman mit. Die Dramaturgie ist gut gehandelt, sodass ein konstanter Spannungsbogen gegeben ist.

Hier gibt es eindeutig nichts zu meckern. Schön sind die Nebenmissionen, die vom Riddler-Trophäen-sammeln des ersten Teils abweichen und somit eine gewisse Auflockerung der Story gewährleisten und das Spiel im ganzen etwas von seiner (eigentlich gegebenen) Linearität nehmen - und somit dem angedeuteten Open World-Prinzip des Games auch einen Sinn geben. Schick.

Die Steuerung ist ähnlich eingängig wie im ersten Teil, die Freeflow-Combos gehen locker von der Hand, man muss nicht lange das Handbuch wälzen, um damit klar zu kommen. Auch hier: nichts zu meckern. Schade ist jedoch, dass durch die vielen Gadgets das Digitalkreuz (Waffenauswahl) etwas überfrachtet ist. Hier wäre weniger vielleicht doch mehr gewesen.

Grafisch. nun ja, saubere Arbeit. Zwar gibt es keinen Quantensprung im Vergleich zum ersten Teil, aber die Animationen sind flüssig, vielseitig und schön anzusehen. Selbes gilt für den Gesamteindruck, auch wenn ein eventueller Nachfolger mit Sicherheit von einer neuen Engine profitieren würde. Bemängeln muss man jedoch, dass im Detektiv-Modus die Übersicht aufgrund der sehr dunklen Farbgebung teilweise flöten geht.

Fazit: 


Arkham City ist ein großartiges Action-Spiel, welches seinen Vorgänger auf Grund diverser neuer Spielelemente noch in den Schatten stellt. Eine Empfehlung für jeden Genre-Freund! 

Bewertung: 9/10 Punkten 

(Review wird bei Zeiten überarbeitet)

Dienstag, 7. Februar 2012

Assassins Creed - Brotherhood (Spiel-Rezension)



So, hier ist er also, der Nachfolger (manche sagen auch "das AddOn") zu AC2. Die Erwartungen waren nach Ezios fulminantem Start hoch und konnten, so viel sei vorweg genommen, leider nicht ganz erfüllt werden.

Warum nun nicht? Im Grunde ist doch fast alles beim alten geblieben. Die Steuerung ist immer noch äußerst intuitiv, die Grafik und der Sound ansprechend, die Story setzt nahtlos an Assassins Creed 2 an. und kann leider nicht mit der Dichte dieses Titels mithalten. Wo man im zweiten Teil der Serie noch mitgefiebert hat und sich immer wieder zumindest stellenweise mit Ezio identifizieren konnte, fehlen hier die großen Aha-Momente. Sicherlich gibt es im Verlauf der Story die eine oder andere Überraschung, aber die hoch gesteckten Erwartungen werden hier leider nicht erfüllt.

Einige Neuerungen im Vergleich zum zweiten Teil gibt es dann auch. Als wichtigster Punkt ist hier wohl das aufgebohrte Wirtschaftssystem zu nennen. An und für sich eine gute Idee, allerdings wird es schnell langweilig, Rom zu restaurieren. Hier fehlt es eindeutig an Abwechslung, bei den Wahrzeichen sogar der praktische Nutzen. Sehr schade ist auch, dass viele Ausrüstungsgegenstände erst durch langweilige Sammelaufträge freigeschaltet werden - was erforderlich macht, dass man jede Schatzkiste und jeden Banditen ausfindig macht und plündert. Schade, man hat ein wenig den Eindruck, als ob die Spielzeit (die bei reiner Abarbeitung des Story-Modus recht kurz scheint) so gestreckt werden sollte.

Der Multiplayer-Modus ist allenfalls als Dreingabe zu sehen, hier fehlt es trotz Level-System auch an Dauermotivation.

Das alles macht AC: Brotherhood natürlich noch lange nicht zu einem schlechten Spiel. Der Aufbau der Gilde ist spaßig und vor allem nützlich, die alten Stärken in Sachen Gameplay weist der Titel nach wie vor auf. Wer AC2 mochte, wird wohl auch an Brotherhood Gefallen finden - sollte sich aber auch auf eine recht kurze Spielzeit einstellen. 


Assassins Creed - Brotherhood in der OGDB 

Assassins Creed II (Spiel-Rezension)



Tod dem Assassinen!

So oder so ähnlich heißt es im ersten Teil der Reihe, wenn unser Alter Ego Altair von den städtischen Wachen bei seinen Klettertouren über die Dächer entdeckt wurde. Aus Altair ist nun Ezio Auditore di Firenze geworden - Willkommen bei Assassins Creed 2.

Auf der Habenseite kann AC2 deutlich von den neuen Fähigkeiten des Assassinen profitieren, welche sich teilweise erst im Verlauf der (angenehm lang geratenen) Geschichte erlernen lassen. Viele Kritikpunkte des guten ersten Teils wurden ausgemerzt, wie zum Beispiel die Unfähigkeit zu schwimmen oder der (zumindest in meinem Freundeskreis oft geäußerte) Wunsch, auch Attentate von Vorsprüngen oder Dächern verüben zu können. Kenner von AC1 werden sich schnell in der "modernen" Welt zurecht finden, alle anderen werden dank des vorbildlich in die Handlung integrierten Tutorials auch schnell die wichtigsten Bewegungs- und Kampfgrundlagen erlernt haben. Alles in allem steuert sich Ezio äußerst intuitiv. Ärgerlich sind lediglich die an Tombraider angelehnten Jump and run-Sequenzen, die oft unter Zeitdruck stattfinden und öfters mal dazu angetan sind, das Pad gefrustet in die Ecke zu werfen. Gott Lob kommen sie aber nicht so oft vor.

Grafisch ist das Spiel natürlich nicht mehr ganz up to date, aber dennoch vermag das Geschehen auf dem Bildschirm zu gefallen. Natürlich gibt es hier und da kleine Kanten, die so heute nicht mehr zu finden sein sollten, für ein zwei Jahre altes Spiel kann man sich jedoch nicht beklagen.

Die Geschichte ist fesselnd! Wirklich fesselnd, auch wenn zu Beginn alles nach einem langweiligen Racheplot aussieht, ergeben sich im Lauf der Zeit immer wieder neue Wendungen, man trifft auf bekannte Namen und ist durch den (kleinen) Wirtschaftsteil auch bestrebt, die vielen Waffen und versteckten Gegenstände im Spiel zu suchen/ kaufen. Auch die Geschichte um Desmond nimmt nun endlich Fahrt auf, was die Vorfreude auf die folgenden Teile natürlich ungemein steigert.

Ein zeitloser Action-Klassiker!  


Assassins Creed 2 in der OGDB 

Assassins Creed (Spiel-Rezension)



Die AC-Reihe zählt wohl zum besten, was das Action-Genre derzeit zu bieten hat. Bereits der erste Teil aus dem Jahr 2007 bietet einen Großteil der Tugenden, die in den Nachfolgern so zu gefallen wissen. Leider aber auch einige Schwachpunkte, die aber auf Grund des Feedbacks später ausgemerzt wurden.

Fangen wir mit der Grafik an. Für ein vier Jahre altes Spiel macht es auch heute noch Spaß, Altair über die Dächer zu jagen. Natürlich ist die Darstellung nicht mehr up-to-date, aber wie gesagt: 4 Jahre. Eine Menge Zeit für Entwicklungen. Wenn man das nicht aus dem Auge verliert, kann sich AC1 auch heute noch sehen lassen.

Die Steuerung ist wunderbar eingängig und schnell zu erlernen. Nach spätestens einer halben Stunde geht sie so leicht von der Hand, dass man das Gefühl hat, nie anders gespielt zu haben. Lediglich der Kampf zu Pferde stellt sich als etwas problematisch dar, was jedoch kein großer Kritikpunkt ist, da man nicht zwangsläufig auf diese Art kämpfen muss. Das Kernelement, das akrobatische Klettern an Gebäuden sowie der Kampf in den Städten, ist jedoch super umgesetzt worden.

Atmosphärisch bin ich etwas zwiegespalten. Während man sich im Animus befindet und Altair darstellt, ist die Stimmung dicht und die Storyline fesselnd. Leider werden diese Passagen immer wieder von der Rahmenhandlung der kompletten Reihe unterbrochen, was etwas nervtötend ist - die Geschichte um Desmond ist im ersten Teil noch zu undurchsichtig, um tatsächlich interessant zu sein. Ebenso langweilig sind mit der Zeit leider auch die immer wiederkehrenden und gleichen Informaten-Missionen. Hier hätte man etwas mehr unterschiedliche Aufgaben einbringen können. Auch dass man nicht von Beginn an auf die Schnellreise-Option zugreifen kann, sondern immer manuell durch das heilige Land reiten muss, ist recht eintönig. Alles in allem mangelt es also etwas an Abwechslung, aber die Geschichte um Altair überdeckt das geschickt und fesselt dennoch bis zum Schluß an die Konsole.