Sonntag, 7. Oktober 2012

Die Nummer "Hundert"

Hier isser nun also, der hundertste Beitrag in meinem kleinen Blog. Ich muss gestehen, dass ich Anfangs nicht einmal gedacht habe, dass ich so weit komme, vielmehr ging ich davon aus, dass ich irgendwann das Interesse verlieren und wieder bei Schnittberichte oder in der OFDb schreiben würde. Nun, wie wir sehen gibt´s den Blog immer noch und er ist immer noch aktiv. Streckenweise zumindest ;-). Ich muss sagen, dass mir das bloggen an sich deutlich mehr Spaß macht, was in erster Linie an den Lesern liegt - oder besser gesagt am direkten Austausch mit den Lesern. Dazu kommen einige interessante und echt lesenswerte Blogs, die ich erst entdeckt habe, seitdem ich hier angemeldet bin.
Ich kann also ruhigen Gewissens sagen, dass das Review Corner bislang in mehreren Hinsichten für Spaß gesorgt hat. Unter anderem durch meine erste Top-Platzierung bei Google (wobei hier am ehesten der Suchbegriff für Erheiterung sorgen dürfte):



Okay, ich war nur auf Grund eines Rechtschreibfehlers  so weit oben - wenn man den Suchbegriff korrekt eingibt, taucht der Beitrag komischerweise nirgendwo auf. Aber egal. Top ist Top ;-). Jetzt zum schwierigen Teil. Ich habe an einer anderen Stelle gesagt, dass der hundertste Beitrag mein das erste Review beinhalten wird, welches ich überhaupt geschrieben habe. Das ist also der Teil, der eher andere als mich erheitern wird, denn wenn ich es heute so anschaue, ist es wirklich, wirklich schlecht - und der Titel, den es behandelt ist eigentlich keine Erwähnung wert ;-). Trotzdem, versprochen ist versprochen. Ich präsentiere: die unbearbeitete Version meines Reviews von "Slasher".






Handlung:

Die Psychologiestudentin Erin (Christiane Imdahl) fährt zusammen mit ihrem Freund Danny (Christian Stock) und zwei weiteren Pärchen, Tom (Heiko Lange) und seine neuste Discobekanntschaft Maya (Maja Makowski) sowie Julie (Pia de Buhr) und Chris (Michael Eisenburger), nach dem Semesterende zum Campingurlaub in ein nahegelegenes Waldstück mit angrenzendem See. Nachdem sie noch schnell Alkohol und Essen eingekauft haben, machen sie sich auch schon auf den Weg. Während der Fahrt dorthin müssen sie aber eine kurze Rast an einem Bauernhof einlegen, um nach dem Weg zu fragen. Alles weitere läuft danach jedoch wunderbar: Sex, Lagerfeuer, Gruselgeschichten und Baden im See.
Allerdings ahnen sie anfangs noch nicht, dass zwischenzeitlich ein Serienkiller (Sebastian Badenberg) im Wald sein Unwesen treibt und einige Paare abschlachtet, die ebenfalls nur Spaß haben wollten, bevor er sich der Sechsergruppe zuwendet und auch einen nach dem anderen von ihnen umbringt...

Meinung:

Man sollte an Slasher nicht mit hohen Erwartungen ran gehen. Über den Namen Thomas Kercmar stolpert man als Freund von amateurhaft-trashigen deutschen Filmen ohnehin schon und kann sich so vorab schon einmal ein Bild darüber machen, was einen erwartet (wobei der gute Thomas hier leider nur in einer sehr kleinen Nebenrolle zu sehen ist).

Generell lässt sich über Slasher sagen, daß er so ziemlich jedes Klischee erfüllt, wenn auch oft mehr schlecht als recht. Der Killer möchte wohl eine Mischung aus Leatherface und Jason sein, kommt aber nicht ansatzweise an die beiden Vorbilder ran. Die Kills sind nicht sonderlich kreativ und technisch teilweise auch zumindest grenzwertig umgesetzt. Es gibt zwar ein paar nette Ideen (zum Beispiel wenn eine großbrüstige junge Dame mit einer Drahtbürste "hübsch gemacht" wird), an sich wird aber vor allem das Standard-Repertoire an Werkzeugen eingesetz.

Große Brüste waren eben schon einmal das Stichwort: Nackte Tatsachen gibt es oft und viele, die Kamera hält in diesen Momenten auch voll drauf (allerdings ohne in den Hardcore-Bereich abzugleiten). Nachvollziehbar ist aber nicht immer, warum nun grade wieder mal so eine Passage eingeschoben ist (Mädel entkommt Killer, stellt fest, daß ihr Top ja sooo blutig ist, findet eine Regentonne... Wasser marsch, quetsch, rubbel, drück).

Technisch gesehen ist der Film nicht einmal so übel. Wer sich bewusst macht, daß es sich um eine Amateur-Produktion handelt, wird freudig überrascht feststellen, daß die Darsteller ihre Sache besser machen, als viele andere in diesem Sektor. Auch Kameraführung und Regie heben sich zumindest leicht vom Standard in diesem Teilgenre ab. Der Soundtrack ist überladen. Zu viel unterschiedliche Songs aus allen möglichen Genres sind mir irgendwann tierisch auf die Nerven gegangen.

Fazit:

Slasher ist keine Offenbarung, für einen DVD-Abend mit Kumpels, Bier und Fastfood dennoch ein gefundenes Fressen. Der Trash-Faktor ist verdammt hoch und der Film schmeißt mit Komik (wobei wir uns nun nicht wirklich sicher waren, ob die gewollt oder ungewollt war) nur so um sich. Alleine würde ich mir das Ding aber nicht ansehen, denke nicht, daß man daran Spaß hätte.

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Es ist unschwer zu erkennen, dass der Fokus damals eindeutig auf den Schauwerten - gleich welcher Hinsicht lag. Was soll ich sagen... irgendwas zu meiner Verteidigung natürlich... Hmm... okay: Ich war jung und brauchte das Geld? Zieht das? Bekommen habe ich es nämlich bis heute nicht...

In diesem Sinne: auf die nächsten 100.




Kommentare:

  1. Mich würde mal interessieren, von wann das Review ist? Also wann Du es geschrieben hast?

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    1. Genau kann ich es leider nicht sagen, da die Seite, auf der es ursprünglich erschienen ist im September 2010 neu gestartet wurde und alle bis dahin erschienen Beiträge auf dem 2.9. stehen. Schätzen würde ich, dass ich es irgendwann Anfang 2010 das erste Mal veröffentlicht habe. Toll. Das mit dem "jung und brauchte das Geld" glaubt doch jetzt keine Sau mehr :-D

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  2. Gratulation zum hundertsten Beitrag. Eine bemerkenswerte Anzahl für diese kurze Zeit.

    Viel Spaß auch weiterhin.
    Leon

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