Hobo with a shotgun (CAN 2011)
Regie: Jason Eisener
Darsteller: Rutger Hauer, Brian Downey, Molly Dunsworth, Nick Bateman, Gregory Smith u.a.
Laufzeit: 82:31 Minuten (uncut)
Freigabe: SPIO/ JK: strafrechtlich unbedenklich
"Hobo" in der OFDb
"Hobo" bei schnittberichte.com
Inhaltszusammenfassung:
Ein Landstreicher (Hauer) kommt als Zugtramper in der Stadt Hope Town an. Das der Name allerdings nicht mehr als eben dieses - ein Name - ist, zeigt sich schnell. So wird der Landstreicher, kaum dass er angekommen ist mit einer grausamen Ermordung durch den Gangster Drake (Brian Downey) und seine Söhne konfrontiert. Er, der eigentlich nur seine Ruhe und seinen Traum (sich einen Rasenmäher zu kaufen und damit ein eigenes Geschäft aufzubauen) leben möchte, gerät immer tiefer in die Machenschaften der Familie. Als er schließlich eine junge Prostituierte (Molly Dunsworth) rettet, findet er sich selbst auf der Abschussliste wieder - und greift schließlich zur Waffe, um die Straßen zu säubern.
Kritik:
Kenner des Grindhouse-Projektes der Herren Rodriguez und Tarantino wissen vermutlich auch um die Faketrailer, die zur Produktion der Filme "Planet Terror" und "Death Proof" angefertigt wurden. Einige davon wurden in der Fangemeinde so gut aufgenommen, dass sie von den verantwortlichen schließlich auch umgesetzt wurden - siehe das Beispiel "Machete". Auch "Hobo with a shotgun" war einer dieser Trailer, anders als der große Bruder mit Danny Trejo konnte man hier jedoch nur auf ein beschränktes Budget von 3 Millionen Dollar und dementsprechend auf ein weitaus kleineres Staraufgebot zurück greifen. Kann der Titel dennoch mithalten?
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Montag, 29. Oktober 2012
Mittwoch, 17. Oktober 2012
Tokyo Gore Police | Japan-Splatter-Trash @ it´s fines
Inhaltszusammenfassung:
Kritik:
Japan. Mörderische Mutanten sind auf den Straßen unterwegs - und nur die Mitglieder der Spezialeinheit wagen es, sich ihnen entgegen zu stellen. Teil dieser Einheit ist auch Ruka, die mit dem Beitritt in die Fußstapfen ihres Vaters getreten ist. Sie findet heraus, wie es zu diesen Mutationen gekommen ist - und bringt damit ihr eigenes Leben in Gefahr.
Kritik:
Japanische
Filme sind krank! Diesen oder andere, im Grundtenor jedoch ähnliche,
Sprüche hat wohl sicherlich jeder Splatter-Freund schon einmal vernommen
oder unter Umständen auch selber ausgesprochen. Toyko Gore Police rollt
an, um dieses Vorurteil einmal auf´s neue zu bestätigen.
Labels:
Action,
Film-Rezension,
Splatter,
Trash
Samstag, 29. September 2012
Snow White and the Huntsman
Inhalt:
Als die grausame Königin Ravenna erfährt, dass die junge Snow White sie nicht nur an Schönheit übertrifft, sondern auch dazu bestimmt ist, das Königreich zu führen, scheint Snow Whites Schicksal besiegelt: Ravenna heuert den Huntsman an, um die Prinzessin zu töten. Snow White kämpft verzweifelt um ihr Leben. Von ihrer Tapferkeit beeindruckt, ermutigt der Huntsman sie, ihrer Bestimmung zu folgen und den Kampf gegen die böse Königin aufzunehmen. Seite an Seite ziehen sie schließlich in die alles entscheidende Schlacht.
Kritik:
"Snow White and the Huntsman" und "Spieglein, Spieglein" zogen angeblich als Konkurrenten in die Kinoschlacht. Wirklich verstehen kann ich das nicht. Denn während "Spieglein, Spieglein" laut, schrill und bunt ist, ist "Snow White and the Huntsman" genau das eben nicht. Es ist actiongeladener und düsterer. Hier kommt es auf den Geschmack des Zuschauers an. Für mich war von Anfang an klar, dass ich mir "Spieglein, Spieglein" nicht ansehen werde, aber auf diesen Film hier war ich sehr gespannt und fieberte ihm sogar ein klitzekleines bißchen entgegen.
Als die grausame Königin Ravenna erfährt, dass die junge Snow White sie nicht nur an Schönheit übertrifft, sondern auch dazu bestimmt ist, das Königreich zu führen, scheint Snow Whites Schicksal besiegelt: Ravenna heuert den Huntsman an, um die Prinzessin zu töten. Snow White kämpft verzweifelt um ihr Leben. Von ihrer Tapferkeit beeindruckt, ermutigt der Huntsman sie, ihrer Bestimmung zu folgen und den Kampf gegen die böse Königin aufzunehmen. Seite an Seite ziehen sie schließlich in die alles entscheidende Schlacht.
Kritik:
"Snow White and the Huntsman" und "Spieglein, Spieglein" zogen angeblich als Konkurrenten in die Kinoschlacht. Wirklich verstehen kann ich das nicht. Denn während "Spieglein, Spieglein" laut, schrill und bunt ist, ist "Snow White and the Huntsman" genau das eben nicht. Es ist actiongeladener und düsterer. Hier kommt es auf den Geschmack des Zuschauers an. Für mich war von Anfang an klar, dass ich mir "Spieglein, Spieglein" nicht ansehen werde, aber auf diesen Film hier war ich sehr gespannt und fieberte ihm sogar ein klitzekleines bißchen entgegen.
Donnerstag, 20. September 2012
Lockout - "Plissken meets Deep Space 9"
Inhaltszusammenfassung:
Während eines humanitären Einsatzes der Präsidententochter auf der Raumstation MS One - ein Hochsicherheitsgefängnis in der Erdumlaufbahn, dessen Insassen im Tiefschlaf gehalten werden - kommt es zu einem Zwischenfall. Einer der Sträflinge kann während eines Verhörs eine Waffe an sich bringen. Es kommt zu einem Aufstand, bei dem sich die Gefangenen anfangs nicht einmal bewusst sind, was für eine wertvolle Geisel sie in ihrer Gewalt haben.Rettung soll in Form von Eliteagent Snow nahen, der durch diesen Einsatz die Gelegenheit bekommt, sich zu rehabilitieren und sich von dem Mord, welcher ihm erst jüngst angelastet wurde, rein zu waschen.
Kritik:
Die Inhaltszusammenfassung lässt es schon erahnen: hier trifft Carpenters "Flucht aus L.A." auf Science-Fiction. Gemischt wird das ganze vom Regie-Duo James Mather und Stephen St. Leger, als Produzent steht ein gewisser Luc Besson im Abspann - ein Mann, dessen eigene Filme eigentlich grundsätzlich zumindest sehenswert waren und der hier zusätzlich auch noch am Drehbuch beteiligt war. Kann Lockout da mithalten?
Labels:
Action,
Film-Rezension,
Science Fiction
Freitag, 14. September 2012
"Sinnlos im Weltraum" - Dead Space 2
Inhaltszusammenfassung:
Isaac Clarke hat die Ereignisse auf der Ishimura überlebt, fristet sein Darsein nun aber - da er als Verrückter eingestuft ist - in einer Heilanstalt auf der Raumstation Sprawl. Er wird geplagt von Visionen, in denen seine tote Ehefrau zu ihm spricht - welche sich immer öfters als Necromorph entpuppt. Eines Tages gellt der Alarm durch die Station und sie verwandelt sich binnen kürzester Zeit in die Hölle. Clarke gelingt die Flucht - und er muss feststellen, dass als vernichtet geltenden Necromorphs nun auch hier aufgetaucht sind und einen Großteil der Stationsbewohner abgeschlachtet haben. Sein Kampf ums Überleben beginnt aufs Neue.
Kritik:
Das erste Dead Space zählt in meinen Augen zu den besten Horror-/ Actionspielen, die jemals veröffentlicht wurden. Ein tolles, weil sich von der typischen Kleinstadt/ Herrenhaus-Kulisse abhebendes Szenario, ein Held, der eigentlich keiner ist und eine düstere, oftmals angsteinflößende und verstörende Atmosphäre, dazu ein nicht zu knapp bemessenes (aber zur Geschichte passendes) Maß an Gewalt. Dementsprechend hoch sind natürlich auch die Erwartungen an einen Nachfolger - was zwar nicht zwangsläufig zu einer Enttäuschung führen muss, die Gefahr ist jedoch in solchen Fällen meistens sehr hoch.
Sonntag, 9. September 2012
Drive Angry
Inhalt:
Das
Baby einer ermordeten jungen Frau soll in einem satanischen Kult
geopfert werden. Dumm nur, dass dieses Baby die Enkeltochter von Milton
(Nicholas Cage) ist. Der entflieht nämlich der sprichwörtlichen Hölle,
um die Kleine zu retten. Er hat drei Tage Zeit für seinen Rachefeldzug,
bei dem er Chaos und Zerstörung hinterlässt. Unterwegs gabelt er Piper
(Amber Heard), eine Kellnerin auf, die ihn begleitet. Verfolgt werden
die beiden nicht nur von der Polizei, sondern auch von einem Mann im
Anzug, dem Buchhalter (William Fichtner), der nicht nur des Teufels
Anwalt zu sein scheint, sondern Milton zurück in die Hölle holen will.
Sonntag, 26. August 2012
Machine Gun Preacher
Inhaltszusammenfassung:
Gerade aus dem Knast entlassen hat der Outlaw-Biker Sam Childers nichts besseres zu tun, als gleich wieder mit seinem Kumpel Donnie auf Achse zu gehen. Die beiden nehmen Dealer aus, sind selber drauf... das volle Programm. Bis zu diesem Tag, an dem Sam einen Anhalter (vermeintlich) umlegt. Etwas in ihm schreit nach Läuterung. Er wendet sich Gott zu - und in seinem Namen den Waisenkindern im Sudan. Und das mit durchschlagskräftigen Methoden.
Kritik:
Es ist bei autobiografischen Werken immer relativ schwer zu erkennen, wie viel Wahrheit nun dahinter steckt, was einfach nur reißerisch aufgemacht ist und was eventuell gar nicht den Tatsachen entspricht. Da kommt es einem solchen Film natürlich zu Gute, dass die Art des Konflikts und die generelle Thematik immer irgendwo aktuell ist. Leider.
Leider muss man auch gleich Eingangs erwähnen, dass speziell die Wandlung Childers unter einem recht schwachen Drehbuch krankt. Erst ist er noch der brutale Outlaw-Biker und binnen 5 Minuten Laufzeit hat er sich zu einem gottesfürchtigen Christen gemausert, der zudem auch noch seinen Job als Handwerker mal so eben erlernt zu haben scheint. Hier lässt der Film leider etwas an Authentizität und Glaubwürdigkeit missen. So beschäftigt sich etwa die erste halbe Stunde damit, dass er plündert, raubt und mordet, 5 Minuten später steht er als geläuterter Handwerker auf einer Baustelle und will von seiner Vergangenheit nicht mehr viel wissen. Fahrt nimmt er schließlich erst nach der ersten Stunde auf - das dafür dann aber auch gewaltig. Er ist spannend erzählt und hält den Zuschauer tatsächlich dazu an, dabei zu bleiben. Stark umgesetzt sind hierbei vor allem die Szenen, in denen Childers in seiner Kirche als Prediger auftritt. Sehr schön auch die Darstellung der immer mehr unter dem Engagement des Mannes leidende Familiensituation, die auseinander brechen zu droht. Die Aufenthalte im Sudan hingegen entbehren zwar auch nicht einer gewissen Dramatik und Spannung, sind aber meines erachtens nach etwas "Larifari" erzählt - und vor allem ohne die vom ach so gläubigen Christen ausgeübte Gewalt in irgendeiner Form zu reflektieren. Vielmehr vermittelt er den Eindruck, dass der Zweck in diesem Falle die Mittel heiligt. Ob das nun wirklich so sein darf, darf nun jeder Zuschauer für sich selbst entscheiden. Tatsache ist jedoch, dass "Machine Gun Preacher" in diesen Passagen die Grausamkeiten des Bürgerkrieges mit teilweise recht brachialen Bildern darstellt und dabei auch Themen wie Kindersoldaten, ethnische Säuberungen und ähnliches nicht auslässt. Was man bemängeln muss ist die Tatsache, dass dem Zuschauer komplett verschlossen bleiben würde, dass sich die Handlung des Films über einige Jahre erstreckt, wenn da nicht das sichtliche Altern der Tochter wäre. Alle anderen Charaktere scheinen hingegen vom Highlander abzustammen. Unfähigkeit zu Altern inklusive. Alles in allem ist die Geschichte aber spannend erzählt, auch wenn für mich die (vielen) ruhigen Parts die eigentlichen Highlights darstellen, nicht die Actionsequenzen.
Auf der darstellerischen Seite kann man sich nicht beschweren. Gerard Butler gibt den Sam Childers überzeugend und war offenbar mit Herzblut dabei. Ansonsten konnte aber nur Michael Shannon als dessen bester Freund Donnie wirkliche Akzente setzen, der Rest des Casts war routiniert bei der Sache - ohne dabei aber wirklich zu glänzen. Für mich als Zuschauer stellt sich zudem die Frage, ob wohl einer der Darsteller auf die Idee gekommen ist, einen Teil seiner Gage an die bedürftigen Kinder zu spenden, die hier die eigentliche Hauptrolle spielen (sollten).
Auf der Effektseite gibt es nicht viel zu vermelden. Einige der gezeigten Bilder sind relativ drastisch, auch wenn sie natürlich mit Sicherheit nicht mit den echten Grauen des Krieges mithalten können. Es scheint aber so, dass man bewusst nicht auf einen Overflow gesetzt hat, sondern sich auf eine eher realistische Darstellung konzentrieren wollte. Das tut der ernsten Thematik des Streifens natürlich gut. Verstärkt wird die Wirkung noch einmal dadurch, dass es tatsächlich fast immer Kinder sind, die im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Sei es nun als Opfer oder als Täter. Hart.
Fazit:
"Machine Gun Preacher" ist mit Sicherheit kein Meisterwerk, zu groß die Löcher im Drehbuch - besonders zu Anfang des Filmes - und zu hoch die Glorifizierung des Charakters Sam Childers und seiner Handlungsweisen. Dennoch ist es ein Streifen, der den Zuschauer mit einem äußerst unguten Gefühl in der Magengegend zurück lässt und über weite Strecken zu überzeugen weiß. Ich denke auch, dass er sehr gut dazu geeignet ist, schon längst vergessen, aber immer noch aktuelle Konflikte wieder ein bisschen in den Hinterkopf zu rufen.
Bewertung: 7/10 Punkten
Labels:
Action,
Autobiografisch,
Drama,
Film-Rezension
Mittwoch, 8. August 2012
Drive
Inhaltszusammenfassung:
Der Driver (Ryan Gosling) hat ein Leben, welches nicht gerade dem Standard entspricht. Ja, der gute Mann verdient einen Teil seines Geldes als Automechaniker. Interessanter ist jedoch, dass er sich ein Zubrot als Stunt-Fahrer verdient - und seine Kenntnisse auch oftmals dazu benutzt, sich als Fluchtfahrer für Kriminelle zu betätigen. Dabei sind seine Regeln klar: ein festes Zeitfenster, er trägt keine Waffen und er fährt nur.Sein Leben droht aus den Angeln zu geraten, als er seiner Nachbarin Irene (Carey Mulligan) näher kommt - ohne zu wissen, dass sie die Frau eines derzeit inhaftierten Kriminellen ist. Als ihr Ehemann schließlich aus dem Knast kommt, droht sich sein Leben nochmals zu verändern: Standard, so der Name, hat im Knast Schulden gemacht und soll nun für seine Gläubiger eine Pfandleihe ausräumen. Um ihm - und damit auch seiner Fast-Freundin - zu helfen, erklärt der Driver sich bereit, den Fluchtwagen zu fahren. Das Ding geht schief, Standard stirbt, die Situation eskaliert.
Kritik:
Ich bin immer skeptisch, wenn ein Film von Kritikern als auch der Community so hoch gelobt wird. Meistens hat man eine Erwartungshaltung, die letzten Endes eigentlich nur enttäuscht werden kann. Da "Drive" aber unisono und überall gute Kritiken eingefahren hat und zudem mit Gosling und Ron Pearlman zwei sehr gute Schauspieler zu bieten hat, hoffte ich darauf, dass es in diesem Fall nicht so ist. Die Skepsis wurde durch den Umstand, dass sich bei dieser Thematik zwangsläufig der Vergleich zur "Transporter"-Trilogie (welche ich sehr schätze) aufdrängen würde wieder deutlich verstärkt.
Der Film ist stilistisch sehr an die 80er Jahre angelehnt, was vor allem der verwendete Soundtrack unterstreichen soll. Hier muss ich jedoch leider sagen, dass ich mich nicht in die "glorreichen" 80er zurückversetzt fühle, die ich in Sachen Action mit Darstellern wie Stallone und Schwarzenegger und Regisseuren wie McTiernan oder Walter Hill (kleine Randnotiz: dessen von der Thematik her sehr ähnliche Film "Driver" ist übrigens eine wirkliche Empfehlung!) verbinde. Also meistens stumpf, dafür aber geradeheraus ins Gesicht. Die Musik ist nicht stimmig, vielmehr fühlte ich mich oftmals an die Soundtracks von irgendwelchen alten Softpornos erinnert (ja, ich war auch mal jung, möchte mich aber nicht detaillierter zu diesen Erfahrungen äußern). Für die Atmosphäre des Films ist das nicht sonderlich zuträglich - allerdings muss man auch sagen, dass diese meiner Ansicht nach generell nicht sonderlich gelungen ist. Zu lange Einstellungen, in denen man mitunter gefühlte Ewigkeiten auf eine Reaktion eines Darstellers wartet, zu viele Längen vor allem über die komplette erste Hälfte des Films. Regisseur Winding Refn (dessen Pusher-Filme übrigens sehr zu empfehlen sind) mag damit zwar versucht haben, die Beziehung der Charaktere untereinander so genau wie möglich zu beschreiben und beim Zuschauer ein Verständnis für diese herauszuarbeiten, aber ich bin der Meinung, dass weniger hier auf jeden Fall mehr gewesen wäre. Echte Spannung baut sich dadurch auch erst ab dem Moment auf, in dem der geplante Überfall in die Hose geht, abgesehen vielleicht von der Verfolgungsjagd ganz zu Beginn des Streifens, welche durchaus in der Lage war zu zeigen, dass man auch ohne großartige Crashes und sich überschlagende Wagen ein spannendes Wettrennen um die Freiheit zu inszenieren. Einer der wenigen echten Pluspunkte von "Drive".
Auch die Darsteller waren nicht in der Lage, mich zu überzeugen. Gosling mag hier einen stoischen und durch wenig zu erschütternden Charakter geben, allerdings passt die Minimalmimik, wie sie ein Jason Statham durchaus erfolgreich an den Tag legt, nicht zu ihm. Auf mich wirkte er in vielen Einstellungen eher wie ein Autist, der krampfhaft versucht, diesen Umstand zu unterdrücken. Auch Casey Mulligan als seine Liebschaft vermochte nicht, mich zu überzeugen, sie wirkte ebenfalls sehr blass. Routiniert hingegen ging Ron Pearlman zur Sache, sein Gangster Nino ist auch wirklich ein Gangster. Die größte Überraschung für mich war jedoch Albert Brooks als sein Partner Bernie - hier hat man tatsächlich ein großes Maß an Spielfreude und einen überzeugenden Mafioso ohne Skrupel vorfinden können.
Wie ich eingangs schon erwähnte, braucht Drive eine ganze Weile, bis er in Gang kommt, dafür geht es dann aber Knall auf Fall. Und mit dem steigenden Grad an Action steigt auch der Gewaltgrad - und das drastisch. Einige der Einstellungen sind wirklich sehr brutal und blutig geraten - widersprechen aber irgendwie der kompletten Selbstdarstellung des Drivers, welcher sich ja sogar weigert, Waffen zu tragen. Dass von jetzt auf gleich ein eiskalter Killer ohne jegliche Skrupel aus ihm wird, ist in meinen Augen trotz der Extremsituation in der er steckt unglaubwürdig.
Fazit:
Schade. Viel mehr kann man nicht sagen. Bei Drive wurde eine Menge Potential verschenkt. Zu viele Längen, zu blasse (Haupt-)darsteller, zu wenig Spannung und Atmosphäre. Unter´m Strich bleibt also nur eines: Willkommen bei meiner Gurke des Monats. Auch auf die Gefahr hin, dass manch einer jetzt behaupten mag, ich hätte den Film nicht verstanden.
Bewertung: 2/10 Punkten
Samstag, 4. August 2012
The Expendables
Inhaltszusammenfassung:
Das einzige, was sie im Leben kennen, ist der Kampf. Die einzigen Menschen, denen sie vertrauen, sind sie selbst. Sie sind die Expendables: Anführer und Stratege Barney Ross, der ehemalige SAS-Messerexperte Lee Christmas, der Nahkampfspezialist Yin Yang, der auf Feuerwaffen spezialisierte Hale Caesar, der Sprengstoff-Experte Toll Road und der Scharfschütze Gunnar Jensen.
Die Expendables werden beauftragt, sich in ein südamerikanisches Land einzuschleusen und dessen skrupellosen Diktator zu stürzen. Als die Mission in vollem Gange ist, erkennen die Männer, dass der Auftraggeber ein doppeltes Spiel mit ihnen treibt. Ein Spiel, dem auch die Expendables zum Opfer fallen sollen. Doch die sechs Männer sind hartnäckiger und widerstandsfähiger als gedacht ...
Kritik:
Die
Steinzeit trifft die Neuzeit. So könnte man The Expendables mit nur
wenigen Worten beschreiben. Stellt sich nun die Frage, ob das gut gehen
kann oder ob dieses Treffen der Generationen eine Farce ist (vielleicht
weil gerade die Altherren-Riege mal wieder ein paar Dollars in der Kasse
braucht?), auf die man gut und gerne hätte verzichten können.
Was erwartet man also aus atmosphärischer Sicht von so einem Film. Natürlich ist man mit der Hoffnung an den Streifen gegangen, dass zumindest zu einem Teil das wohlige Gefühl wieder aufkommt, welches man bei Gedanken an Klassiker wie Phantom Commando, Delta Force oder - aus naheliegenden Gründen - natürlich auch Rambo hat. Und was soll ich sagen? Zum Teil gelingt es The Expendables auch wirklich gut, dieses Feeling wieder zum Vorschein zu bringen. Der Film ist, gelinde gesagt, stumpf und Stallones Regie trägt nicht gerade dazu bei, einen anspruchsvollen Streifen daraus zu machen. Es steht ganz klar die Action gepaart mit einigen markigen One-Linern (die leider nur bedingt zünden) im Vordergrund, die Handlung selber ist austauschbar, wirkliche Spannung kommt auch nicht auf, da im Grunde genommen alles doch ziemlich vorhersehbar ist. Aber das sind halt die 80er. Oftmals hat man leider den Eindruck, das Uns-Sylvester The Expendables vor allem auch aus dem Grund gemacht hat, sich selbst noch einmal in Szene setzen zu können.
Zu den Darstellern muss man wohl nicht viele Worte verlieren. Die Namen sind Genre-Fans absolut geläufig und für viele mit Sicherheit auch mit den Erinnerungen daran verbunden, wie man heimlich Daddys Videoschrank nach "bösen" Filmen durchsucht hat. Leider fällt aber auch hier die Altherren-Riege deutlich ab. Stallone macht mittlerweile keine sonderlich gute Figur mehr, dank der deutlichen Altersspuren wirkt er in seiner Rolle auch nur bedingt glaubwürdig. Ähnliches gilt für Dolph Lundgren. Zwar ist das Alter an ihm bislang besser vorbei gegangen, aber "Gunnar", so sein Charaktername ist dennoch etwas blass. Über Mickey Rourke muss man wohl keine großen Worte mehr verlieren. Einzig Eric Roberts gibt seine Rolle wirklich glaubwürdig und mit dem nötigen Ernst. Hier haben ganz klar die "jungen" Schauspieler, allen voran Jason Statham und Jet Li, die Nase vorne. Zwar sind auch ihre Charaktere nicht von besonderem Tiefgang geprägt, aber zumindest sind beide noch in einem Alter, in dem sie glaubwürdig auf den Zuschauer wirken. Man könnte fast sagen, dass sie zumindest meiner Ansicht nach den Film über weite Strecken getragen haben.
Auf der technischen Seite hingegen hätte ich mir eindeutig etwas mehr "retro" gewünscht. Ja, The Expendables ist ein ziemliches Action-Feuerwerk und stellenweise auch ziemlich brutal. Mit Kugeln und Blut wird nicht gegeizt - letzteres fließt aber über weite Strecken leider nicht auf Grund handgemachter Effekte, sondern dank der "Leistungsfähigkeit" von Computern. Und das ist nur zu offensichtlich. Hier hätte Stallone bei seiner Inszenierung kräftig Pluspunkte sammeln können. Klassenziel leider verfehlt.
Fazit:
Leider bleibt The Expendables hinter den Erwartungen zurück. Das Treffen der Generationen ist nett anzuschauen, leider jedoch müssen sich besonders die Alten dadurch den direkten Vergleich mit ihren Nachfolgern gefallen lassen - den sie auf ganzer Linie verlieren. Dennoch bleibt unterm Strich ein unterhaltsamer Film, der sich aber sicherlich nicht prägend im Gedächtnis festsetzen wird.
Was erwartet man also aus atmosphärischer Sicht von so einem Film. Natürlich ist man mit der Hoffnung an den Streifen gegangen, dass zumindest zu einem Teil das wohlige Gefühl wieder aufkommt, welches man bei Gedanken an Klassiker wie Phantom Commando, Delta Force oder - aus naheliegenden Gründen - natürlich auch Rambo hat. Und was soll ich sagen? Zum Teil gelingt es The Expendables auch wirklich gut, dieses Feeling wieder zum Vorschein zu bringen. Der Film ist, gelinde gesagt, stumpf und Stallones Regie trägt nicht gerade dazu bei, einen anspruchsvollen Streifen daraus zu machen. Es steht ganz klar die Action gepaart mit einigen markigen One-Linern (die leider nur bedingt zünden) im Vordergrund, die Handlung selber ist austauschbar, wirkliche Spannung kommt auch nicht auf, da im Grunde genommen alles doch ziemlich vorhersehbar ist. Aber das sind halt die 80er. Oftmals hat man leider den Eindruck, das Uns-Sylvester The Expendables vor allem auch aus dem Grund gemacht hat, sich selbst noch einmal in Szene setzen zu können.
Zu den Darstellern muss man wohl nicht viele Worte verlieren. Die Namen sind Genre-Fans absolut geläufig und für viele mit Sicherheit auch mit den Erinnerungen daran verbunden, wie man heimlich Daddys Videoschrank nach "bösen" Filmen durchsucht hat. Leider fällt aber auch hier die Altherren-Riege deutlich ab. Stallone macht mittlerweile keine sonderlich gute Figur mehr, dank der deutlichen Altersspuren wirkt er in seiner Rolle auch nur bedingt glaubwürdig. Ähnliches gilt für Dolph Lundgren. Zwar ist das Alter an ihm bislang besser vorbei gegangen, aber "Gunnar", so sein Charaktername ist dennoch etwas blass. Über Mickey Rourke muss man wohl keine großen Worte mehr verlieren. Einzig Eric Roberts gibt seine Rolle wirklich glaubwürdig und mit dem nötigen Ernst. Hier haben ganz klar die "jungen" Schauspieler, allen voran Jason Statham und Jet Li, die Nase vorne. Zwar sind auch ihre Charaktere nicht von besonderem Tiefgang geprägt, aber zumindest sind beide noch in einem Alter, in dem sie glaubwürdig auf den Zuschauer wirken. Man könnte fast sagen, dass sie zumindest meiner Ansicht nach den Film über weite Strecken getragen haben.
Auf der technischen Seite hingegen hätte ich mir eindeutig etwas mehr "retro" gewünscht. Ja, The Expendables ist ein ziemliches Action-Feuerwerk und stellenweise auch ziemlich brutal. Mit Kugeln und Blut wird nicht gegeizt - letzteres fließt aber über weite Strecken leider nicht auf Grund handgemachter Effekte, sondern dank der "Leistungsfähigkeit" von Computern. Und das ist nur zu offensichtlich. Hier hätte Stallone bei seiner Inszenierung kräftig Pluspunkte sammeln können. Klassenziel leider verfehlt.
Fazit:
Leider bleibt The Expendables hinter den Erwartungen zurück. Das Treffen der Generationen ist nett anzuschauen, leider jedoch müssen sich besonders die Alten dadurch den direkten Vergleich mit ihren Nachfolgern gefallen lassen - den sie auf ganzer Linie verlieren. Dennoch bleibt unterm Strich ein unterhaltsamer Film, der sich aber sicherlich nicht prägend im Gedächtnis festsetzen wird.
Bewertung: 7/10 Punkten
Dienstag, 17. Juli 2012
Sucker Punch
Inhaltszusammenfassung:
Babydoll hat sich nur gegen ihren Peiniger zur Wehr gesetzt, bekommt aber sofort die Quittung präsentiert: Sie wird in einem Sanatorium für mental instabile Mädchen eingesperrt und freundet sich dort schnell mit ihren Leidensgenossinnen Rocket, Blondie, Amber und Sweet Pea an. Mit der Hilfe des weisen Mannes entkommen sie ihren Häschern in die Fantasiewelt von Babydoll, wo sie fünf Aufgaben erfüllen müssen, wenn sie auch in der Realität endlich frei sein wollen. Das bedeutet, dass die Mädchen in den Krieg ziehen müssen gegen Samurais und Feuerdrachen.
Kritik:
Comicadaptionen,
Buchverfilmungen und Remakes - damit hat sich Zack Snyder, nicht zu
unrecht, einen Namen gemacht. Mit Sucker Punch liefert er nun sein
erstes Werk ab, bei dem er auch als Drehbuchautor am kreativen Prozess
beteiligt war. Schuster, bleib bei deinen Leisten oder doch ein
ansprechender Film?
Atmosphärisch kann man über Sucker Punch nicht viel sagen, außer eine kurze Zusammenfassung: Videospieloptik. Die Szenen und Bilder sind überzogen dargestellt, pendeln zwischen eintönig grau und quietschbunt. Durch verschiedenen Farbfilter sollen wohl die unterschiedlichen Bewusstseinsebenen von Baby Doll dargestellt werden - und hier muss man sagen, dass das auch einigermaßen gut gelingt. Je tiefer sie in ihre Tagträume versinkt, desto bunter und knalliger wird das Bild. Eine Differenzierung ist hier sehr gut möglich. Leider wirkt das Bild gerade in der letzten Ebene besonders comichaft und zudem auch nicht sonderlich ansprechend. Man muss außerdem sagen, dass durch den wilden Wechsel zwischen Tagtraum und Untertagtraum keine gleichbleibende Atmosphäre aufkommt, zumindest nicht soweit, dass man sich komplett darauf einlassen könnte. Hier zeigt zum Beispiel Nolans Inception, wie es sehr viel besser funktioniert.
Die Handlung selber ist auch etwas abstrus geraten. Zwar mag man die Beweggründe von Baby Doll nachvollziehen, aber auch hier macht das beständige switchen zwischen "Realität" und Tagtraum sehr viel zunichte. Es ist nicht möglich nachzuvollziehen, warum die Figuren nun was tun. Die Actionsequenzen sind ohne jeden Zusammenhang und es wird nicht einmal erklärt, wer nun der mysteriöse "Wise Man" ist und wie er in die Handlung passt. Auch das Ende in der Realität ist hier mehr als nur unbefriedigend. Ich hätte mir eine bessere Verknüpfung der Szenen gewünscht, so wie Snyder den Film hier zusammengestellt hat hat man aber mehr den Eindruck, dass er mehrere Musikvideos mit einer nicht gerade nachvollziehbaren Rahmenhandlung verbunden und den Zuschauer einfach in diesen Mischmasch hinein gestoßen hat. Aufklärung? Fehlanzeige. Erklärung? Ebenso.
Die Darsteller machen ihren Job routiniert. Mehr aber auch nicht. Wirklich überzeugen konnte mich keine der Damen, auch der Wise Man ist kein Charakter, der mich aus den Socken gehauen hat und dauerhaft im Gedächtnis bleiben wird. Schade, hier wäre auf jeder Seite noch Luft nach oben gewesen. Sehr viel Luft.
Was den Film am Leben hält (oder ihn am Leben halten soll) sind zweifelsfrei die Effekte. Snyder haut uns hier ein CGI-Feuerwerk um die Ohren, welches wohl seinesgleichen sucht. Leider muss man aber sagen, dass eben diese Effekte, zumindest im Heimkino, auch nicht immer überzeugen können. Dazu kommt, dass durch die Menge der CGIs schon davon gesprochen werden muss, dass der Film - zumindest in den Actionsequenzen - überladen wirkt. Hier wäre weniger auch mehr gewesen. Vermutlich bin ich aber auch nicht bereit, mich auf einen Film einzulassen, dessen Schauplätze (gefühlt) zu 60 % aus dem Computer kommen, zumindest nicht wenn diese ansprechend mit den realen Szenenaufbauten verbunden werden.
Fazit:
Atmosphärisch kann man über Sucker Punch nicht viel sagen, außer eine kurze Zusammenfassung: Videospieloptik. Die Szenen und Bilder sind überzogen dargestellt, pendeln zwischen eintönig grau und quietschbunt. Durch verschiedenen Farbfilter sollen wohl die unterschiedlichen Bewusstseinsebenen von Baby Doll dargestellt werden - und hier muss man sagen, dass das auch einigermaßen gut gelingt. Je tiefer sie in ihre Tagträume versinkt, desto bunter und knalliger wird das Bild. Eine Differenzierung ist hier sehr gut möglich. Leider wirkt das Bild gerade in der letzten Ebene besonders comichaft und zudem auch nicht sonderlich ansprechend. Man muss außerdem sagen, dass durch den wilden Wechsel zwischen Tagtraum und Untertagtraum keine gleichbleibende Atmosphäre aufkommt, zumindest nicht soweit, dass man sich komplett darauf einlassen könnte. Hier zeigt zum Beispiel Nolans Inception, wie es sehr viel besser funktioniert.
Die Handlung selber ist auch etwas abstrus geraten. Zwar mag man die Beweggründe von Baby Doll nachvollziehen, aber auch hier macht das beständige switchen zwischen "Realität" und Tagtraum sehr viel zunichte. Es ist nicht möglich nachzuvollziehen, warum die Figuren nun was tun. Die Actionsequenzen sind ohne jeden Zusammenhang und es wird nicht einmal erklärt, wer nun der mysteriöse "Wise Man" ist und wie er in die Handlung passt. Auch das Ende in der Realität ist hier mehr als nur unbefriedigend. Ich hätte mir eine bessere Verknüpfung der Szenen gewünscht, so wie Snyder den Film hier zusammengestellt hat hat man aber mehr den Eindruck, dass er mehrere Musikvideos mit einer nicht gerade nachvollziehbaren Rahmenhandlung verbunden und den Zuschauer einfach in diesen Mischmasch hinein gestoßen hat. Aufklärung? Fehlanzeige. Erklärung? Ebenso.
Die Darsteller machen ihren Job routiniert. Mehr aber auch nicht. Wirklich überzeugen konnte mich keine der Damen, auch der Wise Man ist kein Charakter, der mich aus den Socken gehauen hat und dauerhaft im Gedächtnis bleiben wird. Schade, hier wäre auf jeder Seite noch Luft nach oben gewesen. Sehr viel Luft.
Was den Film am Leben hält (oder ihn am Leben halten soll) sind zweifelsfrei die Effekte. Snyder haut uns hier ein CGI-Feuerwerk um die Ohren, welches wohl seinesgleichen sucht. Leider muss man aber sagen, dass eben diese Effekte, zumindest im Heimkino, auch nicht immer überzeugen können. Dazu kommt, dass durch die Menge der CGIs schon davon gesprochen werden muss, dass der Film - zumindest in den Actionsequenzen - überladen wirkt. Hier wäre weniger auch mehr gewesen. Vermutlich bin ich aber auch nicht bereit, mich auf einen Film einzulassen, dessen Schauplätze (gefühlt) zu 60 % aus dem Computer kommen, zumindest nicht wenn diese ansprechend mit den realen Szenenaufbauten verbunden werden.
Fazit:
Leider muss man sagen, dass das Sprichwort "Schuster bleib bei deinen Leisten" im Falle von Zack Snyder durchaus treffend ist. Sucker Punch ist weder Fisch noch Fleisch, weiß zu keiner Zeit wirklich zu begeistern und ist mit einem Wort gesagt einfach nur: Schwach.
Bewertung: 3/10 Punkten
Samstag, 14. Juli 2012
Inception
Ich habe beim Aufräumen meiner Datensicherung dieses Review hier gefunden. Es ist schon etwas älter und direkt nach dem Kinobesuch entstanden, man möge sich also nicht wundern, wenn öfters mal vom Kinosaal oder -besuch gesprochen wird ;-)
Inhaltszusammenfassung:
Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) ist ein begnadeter Dieb, der absolut Beste auf dem Gebiet der Extraktion, einer kunstvollen und gefährlichen Form des Diebstahls: Cobb stiehlt wertvolle Geheimnisse aus den Tiefen des Unterbewusstseins, wenn der Verstand am verwundbarsten ist - während der Traumphase. Dank seiner seltenen Begabung ist Cobb in der heimtückischen, neuen Welt der Industriespionage heiß begehrt. Doch diese Existenz hat auch ihre Schattenseiten: Er wird auf der ganzen Welt gesucht und hat alles verloren, was er liebte. Eines Tages bietet sich ihm die Chance zur Rettung: Ein letzter Auftrag könnte ihm zu seinem alten Leben zurück verhelfen, aber nur, wenn ihm das absolut Unmögliche gelingt - die so genannte INCEPTION. Statt eines perfekt ausgeführten Diebstahls müssen Cobb und sein Spezialistenteam das genaue Gegenteil vollführen. Ihr Auftrag lautet nicht, eine Idee zu stehlen, sondern eine einzupflanzen. Sollte ihnen das gelingen, wäre es das perfekte Verbrechen.
Kritik:
Ich muss gestehen, daß ich dem Film "Inception" zunächst mit einiger Skepsis begegnet bin. Zwar schätze ich auf der einen Seite Christopher Nolan als guten Regisseur, dem es auch schon einmal gelingt, anspruchsvolle Filme mit knalliger Unterhaltung zu verbinden. Auf der anderen Seite jedoch steht das Tam-Tam, welches im Vorfeld um sein neustes Werk gemacht wurde, ohne dabei auch nur im Ansatz etwas aussagekräftiges über den Film zu transportieren. Und dann ist da natürlich noch Leonardo DiCaprio, der mir bislang nur in einer einzigen Rolle positiv aufgefallen ist, namentlich Gangs Of New York. Aber man ist ja (mehr oder minder) vorurteilsfrei und lässt sich schließlich von der Aussicht auf einen (hoffentlich) angenehmen Kinoabend auch gerne mal auf Experimente ein.
Die Handlung an sich liest sich hier sicherlich interessant und wird dieser Vorstellung auch gerecht. Man darf sich allerdings keine Illusionen darüber machen, daß man es von Anfang an mit leichter Kost zu tun bekommt. Gerade in den ersten 15 - 20 Minuten hat man mitunter den Eindruck, daß es ziemlich schwierig werden könnte, dem Streifen zu folgen. Nachdem der erste Storyknoten jedoch entwirrt ist, fällt es zunehmend leichter, sich auf Inception einzulassen. Man beginnt, die Charaktere und ihre Beweggründe zu verstehen und wird auch mit der Funktionsweise der Extraction, also des Gedankendiebstahls vertraut gemacht. Halt. Gedankendiebstahl? Der Titel sagt doch etwas ganz anderes aus. Völlig richtig, ein mißlungener Diebstahlsversuch führt dazu, daß zwei der Hauptfiguren ertappt werden und ihre Talente nun dazu nutzen sollen, einem arg- und vermeintlich wehrlosen Opfer nun einen neuen Gedanken einzupflanzen. Womit wir bei der Inception wären.
Nolan versteht sich wieder einmal geschickt darauf, einen Spannungsbogen aufzubauen und auch permanent auf einem guten Niveau zu halten. Gerade zu Anfang gelingt es ihm auch oft noch, den Zuschauer im unklaren darüber zu lassen, in welcher Traumebene sich seine Protagonisten nun derzeit bewegen. Spätestens zur Hälfte jedoch wird durch stilistisch absolut unterschiedliche Settings und Stilmittel klar definiert, wo man sich derzeit befindet. Was manch einer als Manko sehen mag, ist für mich persönlich aber ein durchaus gutes Mittel, um den Film nicht zu undurchsichtig werden zu lassen. Hätte der Regisseur auf diesen Kniff verzichtet, wäre Inception wahrscheinlich wirklich zu dem Hirnfick geworden, als der er durch manche Berichte dargestellt wird. So jedoch hat man zu keiner Zeit den Eindruck, völlig allein gelassen vor der Leinwand zu sitzen und sich mühsam an der Handlung entlang hangeln zu müssen, wird aber auch nicht mit zu seichter Kost schnell und billig abgespeist. Neben dieser interessanten Idee setzt Nolan wie gehabt auch auf Action, die sich mit betont ruhigen Passagen abwechselt. Es ist also kein Effektoverflow zu befürchten, auch wenn die Schnitte in den knalligen Passagen gewohnt schnell und (teilweise schon zu) hektisch gesetzt wurden.
Auch die Darsteller-Riege weiß durch die Bank zu überzeugen, speziell Leonardo DiCaprio (so, jetzt habe ich´s gesagt). Man hat jedem einzelnen Schauspieler seine Rolle abgenommen. Man hat bei der Charakterzeichnung auf platte Klischees verzichtet und den Figuren nicht nur die "Heldenrolle", wenn man es bei diesem Film so bezeichnen will, auf die Brust geschrieben. Speziell der Charakter Dom Cobb ist tiefgründiger und deutlich zerrissener, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Auch die Figur Robert Fisher steht dem in nichts nach. Zwar wäre bei den anderen Hauptfiguren sicherlich noch Platz für etwas mehr Charakterzeichnung gewesen, doch auf der anderen Seite hätte ich die Befürchtung, daß das dem Film einiges von seiner Kurzweiligkeit genommen hätte. Im Endeffekt kann man sagen, daß ein gesundes, der Unterhaltsamkeit zuträgliches, Mittelmaß gefunden wurde.
Die Handlung an sich liest sich hier sicherlich interessant und wird dieser Vorstellung auch gerecht. Man darf sich allerdings keine Illusionen darüber machen, daß man es von Anfang an mit leichter Kost zu tun bekommt. Gerade in den ersten 15 - 20 Minuten hat man mitunter den Eindruck, daß es ziemlich schwierig werden könnte, dem Streifen zu folgen. Nachdem der erste Storyknoten jedoch entwirrt ist, fällt es zunehmend leichter, sich auf Inception einzulassen. Man beginnt, die Charaktere und ihre Beweggründe zu verstehen und wird auch mit der Funktionsweise der Extraction, also des Gedankendiebstahls vertraut gemacht. Halt. Gedankendiebstahl? Der Titel sagt doch etwas ganz anderes aus. Völlig richtig, ein mißlungener Diebstahlsversuch führt dazu, daß zwei der Hauptfiguren ertappt werden und ihre Talente nun dazu nutzen sollen, einem arg- und vermeintlich wehrlosen Opfer nun einen neuen Gedanken einzupflanzen. Womit wir bei der Inception wären.
Nolan versteht sich wieder einmal geschickt darauf, einen Spannungsbogen aufzubauen und auch permanent auf einem guten Niveau zu halten. Gerade zu Anfang gelingt es ihm auch oft noch, den Zuschauer im unklaren darüber zu lassen, in welcher Traumebene sich seine Protagonisten nun derzeit bewegen. Spätestens zur Hälfte jedoch wird durch stilistisch absolut unterschiedliche Settings und Stilmittel klar definiert, wo man sich derzeit befindet. Was manch einer als Manko sehen mag, ist für mich persönlich aber ein durchaus gutes Mittel, um den Film nicht zu undurchsichtig werden zu lassen. Hätte der Regisseur auf diesen Kniff verzichtet, wäre Inception wahrscheinlich wirklich zu dem Hirnfick geworden, als der er durch manche Berichte dargestellt wird. So jedoch hat man zu keiner Zeit den Eindruck, völlig allein gelassen vor der Leinwand zu sitzen und sich mühsam an der Handlung entlang hangeln zu müssen, wird aber auch nicht mit zu seichter Kost schnell und billig abgespeist. Neben dieser interessanten Idee setzt Nolan wie gehabt auch auf Action, die sich mit betont ruhigen Passagen abwechselt. Es ist also kein Effektoverflow zu befürchten, auch wenn die Schnitte in den knalligen Passagen gewohnt schnell und (teilweise schon zu) hektisch gesetzt wurden.
Auch die Darsteller-Riege weiß durch die Bank zu überzeugen, speziell Leonardo DiCaprio (so, jetzt habe ich´s gesagt). Man hat jedem einzelnen Schauspieler seine Rolle abgenommen. Man hat bei der Charakterzeichnung auf platte Klischees verzichtet und den Figuren nicht nur die "Heldenrolle", wenn man es bei diesem Film so bezeichnen will, auf die Brust geschrieben. Speziell der Charakter Dom Cobb ist tiefgründiger und deutlich zerrissener, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Auch die Figur Robert Fisher steht dem in nichts nach. Zwar wäre bei den anderen Hauptfiguren sicherlich noch Platz für etwas mehr Charakterzeichnung gewesen, doch auf der anderen Seite hätte ich die Befürchtung, daß das dem Film einiges von seiner Kurzweiligkeit genommen hätte. Im Endeffekt kann man sagen, daß ein gesundes, der Unterhaltsamkeit zuträgliches, Mittelmaß gefunden wurde.
Fazit:
Was bleibt also unter´m Strich? Inception ist ein interessanter, mitreißender Film, der zugleich auch eine Tiefgründigkeit mit sich bringt, die heutzutage nicht mehr oft im Popcorn-Kino gezeigt wird. Lediglich das Ende hat mich enttäuscht, da sich schon frühzeitig abgezeichnet hat, daß der Zuschauer mit einem Abschluss in genau dieser oder zumindest ähnlicher Form konfrontiert werden wird. Nichts desto trotz tut man mit Sicherheit nicht falsch daran, den Streifen jedem ans Herz zu legen, der gut gemachte Action Thriller mit leichtem SciFi-Einschlag mag. Allerdings sollte man im Gegensatz zu vielen aktuellen VÖs eines nicht tun: Das Hirn beim betreten des Kino-Saals abschalten.
Bewertung: 9/10 Punkten
Sonntag, 27. Mai 2012
Killer Elite
Inhaltszusammenfassung:
Danny (Jason Statham) hatte eigentlich bereits mit seinem Job als Special Agent abgeschlossen. Als jedoch sein ehemaliger Mentor und Freund Hunter (Robert De Niro) von einem saudi-arabischen Prinzen entführt wird, sieht Danny sich gezwungen, auf dessen perfiden Deal einzugehen: Hunter kommt nur frei, wenn Danny es schafft, die drei Mörder zur Strecke zu bringen, die damals im Oman-Krieg die Söhne des Prinzen töteten. Für Danny beginnt eine gnadenlose Jagd rund um den Globus von Australien nach Paris und London bis in den Mittleren Osten, bei der er sich ein erbarmungsloses Katz-und-Maus-Spiel mit den Mördern und deren gerissenem Anführer (Clive Owen) liefert…
Kritik:
Die Besetzungsliste klingt nach großem Spaß. Jason Statham, den man in erster Linie mit vielen reißerischen B-Actionern in Verbindung bringt, darf hier neben Clive Owen und dem legendären Robert De Niro als eiskalter Killer auftrumpfen. Aber kann die Kombination aus wirklich großartigen Schauspielern und einem Statham-Film funktionieren?
Zur Story muss man leider sagen, dass sie mitunter etwas an den Haaren herbei gezogen wirkt und letzten Endes auch nicht ganz schlüssig ist. Ja, der Film beruht auf dem Buch"The Feather Men" des ehemaligen SAS-Agenten Ranulph Finnes, von welchem allerdings bis heute nicht klar ist, ob es nun auf Fakten beruht oder Fiktion ist. Die unterschiedlichsten Aussagen im Internet tendieren aber in die Richtung, dass besagtes Buch zwar durchaus autobiographische Grundzüge hat, die hier vorliegende Geschichte aber eher der Fantasie des Autoren entsprungen sein mag. Bedenklich finde ich es unter diesem Aspekt, den Film als "auf Tatsachen beruhend" zu vermarkten. "Killer Elite" hätte es durchaus gut getan, die "Feather Men" nicht als Auslöser des Plots herbei zu nehmen, da sie alles in allem einfach zu sehr in den Hintergrund rücken und ihr Wirken deplatziert scheint. Hier hätte man sicherlich einen besseren Einstieg in die Geschichte finden können. Leider ist es auch so, dass der Streifen sich trotz lediglich 110 Minuten teilweise arg zieht. Nachdem die eigentliche Geschichte bereits aufgelöst wurde, wird die Liebesgeschichte (ja, so ist es tatsächlich: Jason Statham darf eine Soft-Lovestory mit seiner Anwesenheit beehren) dazu benutzt, den Plot noch einmal ins Rollen zu bringen. Auf der einen Seite hätte es nicht überraschen dürfen, auf der anderen Seite ist das aber auch zu ausgelutscht und wirkt bei diesem Film auch ein wenig so, als ob man zwingend noch etwas zusätzliche Laufzeit hätte erzeugen wollen. Ich für meinen Teil denke, dass man auf diese 20 Minuten gut und gerne hätte verzichten können. Mir wäre ein knackiger, kurzer Actioner lieber gewesen als dieses künstlich gestreckte Werk. Nebenbei muss man leider erwähnen, dass durch diese Füllpassagen auch immer wieder die Spannungskurve in den Keller sinkt und man sich einfach nur fragt "Was sollte das nun?" Gefühlt hat dieser Film mindestens zwei, vielleicht sogar drei Enden, was abschließend natürlich auch einen etwas faden Beigeschmack entstehen lässt.
Mit dem Setting (der Film spielt in den frühen 80ern) hat man sich zumindest Mühe gegeben. Kleidungsstil, Autos... das passt schon alles. Schade nur, dass man sich großteils darauf beschränkt, den Film in der Wüste bzw. angeschlossenen Trümmerstädten spielen zu lassen. Hier musste man sich natürlich keine große Mühe geben, denn was ist schon zeitloser als Sand? Die wenigen Passagen in den Städten wirken etwas deplatziert, zwar wurde auch hier darauf geachtet, dass kein 2008er Audi durch´s Bild rauscht, aber die Straßenzüge selber wirkten mitunter doch etwas zu modern.
Zu den Darstellern muss man eigentlich nicht viel sagen. Statham ist halt... Statham. Ein raubeiniger Klotz, der mit Minimalmimik sämtliche Emotionen darstellt. Nicht falsch verstehen, ich mag den guten Jason, aber seien wir ehrlich, (noch) ist er kein brillianter Schauspieler, auch wenn er von einigen ja als der neue Bruce Willis gesehen wird. Natürlich wäre eine solche Entwicklung wünschenswert, ob sie aber tatsächlich stattfindet, vermag ich nicht zu beurteilen. Die letzten Filme Stathams sprechen eher dagegen. Clive Owen macht seine Sache gut und gibt den fanatischen Ex-SAS'ler, welcher seinen Ruhestand irgendwie nicht ganz verkraften konnte, überzeugend. Man nimmt ihm auch diese gewisse Spur Wahnsinn ab, die der Rolle zu Grunde liegt, gut ab. Robert De Niro hingegen ist leider mehr oder weniger in einer Nebenrolle zu sehen (welche er aber seiner Klasse entsprechend gut ausfüllt). Zu seinem Talent muss man wohl kein Wort mehr verlieren. Stathams Love-Sidekick Yvonne Strahovski ist schmückendes Beiwerk, mehr nicht. Besonders überraschend ist aber Dominic Purcell, welcher unter den fettigen Haaren, dem Biker-Bart und den riesigen Kotletten kaum zu erkennen ist. Auch er ist eigentlich kein Hauptdarsteller, aber in meinen Augen dennoch einer der überzeugendsten dieses Streifens. Ihm nimmt man diesen eiskalten Typen, für den nur seine Freunde keine Feinde sind, von der ersten Minute an ab.
Killer Elite kommt mit einer berechtigten FSK 16-Fassung ungekürzt daher. Es gibt nur eine Hand voll blutiger Szenen, die Action selber ist schnell geschnitten. Mitunter zu schnell, sie driftet gerne einmal ins hektische ab. Stellenweise macht es keinen Spaß, die Shootouts zu verfolgen. Ich mag schnelle Action, gar keine Frage. Aber man kann es auch übertreiben.
Fazit:
Killer Elite ist weit entfernt von einem Kracher. Das (nicht schlecht umgesetzte) Katz- und Maus-Spiel zwischen Jason Statham und Clive Owen hätte man auch in 90 Minuten umsetzen können, der Film wäre kompakter, dafür weniger hektisch geschnitten sicherlich ansehnlicher gewesen.
Zur Story muss man leider sagen, dass sie mitunter etwas an den Haaren herbei gezogen wirkt und letzten Endes auch nicht ganz schlüssig ist. Ja, der Film beruht auf dem Buch"The Feather Men" des ehemaligen SAS-Agenten Ranulph Finnes, von welchem allerdings bis heute nicht klar ist, ob es nun auf Fakten beruht oder Fiktion ist. Die unterschiedlichsten Aussagen im Internet tendieren aber in die Richtung, dass besagtes Buch zwar durchaus autobiographische Grundzüge hat, die hier vorliegende Geschichte aber eher der Fantasie des Autoren entsprungen sein mag. Bedenklich finde ich es unter diesem Aspekt, den Film als "auf Tatsachen beruhend" zu vermarkten. "Killer Elite" hätte es durchaus gut getan, die "Feather Men" nicht als Auslöser des Plots herbei zu nehmen, da sie alles in allem einfach zu sehr in den Hintergrund rücken und ihr Wirken deplatziert scheint. Hier hätte man sicherlich einen besseren Einstieg in die Geschichte finden können. Leider ist es auch so, dass der Streifen sich trotz lediglich 110 Minuten teilweise arg zieht. Nachdem die eigentliche Geschichte bereits aufgelöst wurde, wird die Liebesgeschichte (ja, so ist es tatsächlich: Jason Statham darf eine Soft-Lovestory mit seiner Anwesenheit beehren) dazu benutzt, den Plot noch einmal ins Rollen zu bringen. Auf der einen Seite hätte es nicht überraschen dürfen, auf der anderen Seite ist das aber auch zu ausgelutscht und wirkt bei diesem Film auch ein wenig so, als ob man zwingend noch etwas zusätzliche Laufzeit hätte erzeugen wollen. Ich für meinen Teil denke, dass man auf diese 20 Minuten gut und gerne hätte verzichten können. Mir wäre ein knackiger, kurzer Actioner lieber gewesen als dieses künstlich gestreckte Werk. Nebenbei muss man leider erwähnen, dass durch diese Füllpassagen auch immer wieder die Spannungskurve in den Keller sinkt und man sich einfach nur fragt "Was sollte das nun?" Gefühlt hat dieser Film mindestens zwei, vielleicht sogar drei Enden, was abschließend natürlich auch einen etwas faden Beigeschmack entstehen lässt.
Mit dem Setting (der Film spielt in den frühen 80ern) hat man sich zumindest Mühe gegeben. Kleidungsstil, Autos... das passt schon alles. Schade nur, dass man sich großteils darauf beschränkt, den Film in der Wüste bzw. angeschlossenen Trümmerstädten spielen zu lassen. Hier musste man sich natürlich keine große Mühe geben, denn was ist schon zeitloser als Sand? Die wenigen Passagen in den Städten wirken etwas deplatziert, zwar wurde auch hier darauf geachtet, dass kein 2008er Audi durch´s Bild rauscht, aber die Straßenzüge selber wirkten mitunter doch etwas zu modern.
Zu den Darstellern muss man eigentlich nicht viel sagen. Statham ist halt... Statham. Ein raubeiniger Klotz, der mit Minimalmimik sämtliche Emotionen darstellt. Nicht falsch verstehen, ich mag den guten Jason, aber seien wir ehrlich, (noch) ist er kein brillianter Schauspieler, auch wenn er von einigen ja als der neue Bruce Willis gesehen wird. Natürlich wäre eine solche Entwicklung wünschenswert, ob sie aber tatsächlich stattfindet, vermag ich nicht zu beurteilen. Die letzten Filme Stathams sprechen eher dagegen. Clive Owen macht seine Sache gut und gibt den fanatischen Ex-SAS'ler, welcher seinen Ruhestand irgendwie nicht ganz verkraften konnte, überzeugend. Man nimmt ihm auch diese gewisse Spur Wahnsinn ab, die der Rolle zu Grunde liegt, gut ab. Robert De Niro hingegen ist leider mehr oder weniger in einer Nebenrolle zu sehen (welche er aber seiner Klasse entsprechend gut ausfüllt). Zu seinem Talent muss man wohl kein Wort mehr verlieren. Stathams Love-Sidekick Yvonne Strahovski ist schmückendes Beiwerk, mehr nicht. Besonders überraschend ist aber Dominic Purcell, welcher unter den fettigen Haaren, dem Biker-Bart und den riesigen Kotletten kaum zu erkennen ist. Auch er ist eigentlich kein Hauptdarsteller, aber in meinen Augen dennoch einer der überzeugendsten dieses Streifens. Ihm nimmt man diesen eiskalten Typen, für den nur seine Freunde keine Feinde sind, von der ersten Minute an ab.
Killer Elite kommt mit einer berechtigten FSK 16-Fassung ungekürzt daher. Es gibt nur eine Hand voll blutiger Szenen, die Action selber ist schnell geschnitten. Mitunter zu schnell, sie driftet gerne einmal ins hektische ab. Stellenweise macht es keinen Spaß, die Shootouts zu verfolgen. Ich mag schnelle Action, gar keine Frage. Aber man kann es auch übertreiben.
Fazit:
Killer Elite ist weit entfernt von einem Kracher. Das (nicht schlecht umgesetzte) Katz- und Maus-Spiel zwischen Jason Statham und Clive Owen hätte man auch in 90 Minuten umsetzen können, der Film wäre kompakter, dafür weniger hektisch geschnitten sicherlich ansehnlicher gewesen.
Bewertung: 6/10 Punkten
S.W.A.T. - Die Spezialeinheit
Inhaltszusammenfassung:
Jim Street und Brian Gamble sind Mitglieder des LAPD-SWAT. Während einer Geiselnahme, eigentlich ein Routineeinsatz, geht etwas schief: Gamble missachtet den direkten Befehl, mit dem Zugriff zu warten und schießt in diesem Zug eine Geisel an. Dieses Verhalten führt zu einer Suspendierung. Während Gamble das Departement verlässt, wird Street in die Waffenkammer versetzt, immer in der Hoffnung, noch eine zweite Chance zu bekommen.
Er muss eine ganze Weile warten, aber schließlich bietet sich in Person von "Hondo" Harrsion die Chance, wieder Teil der Spezialeinheit zu werden. Entgegen aller Erwartungen beweist diese zusammengewürfelte Truppe ihre Qualifikationen schnell. Als die Einheit schließlich den Befehl erhält, einen Gefangenentransport zu begleiten, geraten sie in eine prekäre Situation. Der transportierte Drogenboss kann zwar von seinem Fluchtversuch abgehalten werden, bietet demjenigen, der ihn befreit aber 100 Millionen Dollar - live im Fernsehen. Die Lage spitzt sich zu...
Kritik:
Ich muss vorab sagen, dass ich Sam Jackson sehr gerne sehe, auch wenn
der gute Mann es wohl nie ganz in die Liga der Großen schaffen wird.
Dennoch sind die meisten seiner Filme aber durchaus als Vertreter des
zumindest gutklassigen Action-Kinos zu sehen. Und soviel kann man vorab
sagen: S.W.A.T. reiht sich dabei nahtlos ein.
Natürlich kann man jetzt sagen, dass die Storyline relativ beschränkt und vor allem auch nicht sonderlich kreativ klingt. Das stimmt natürlich. Aber es ist ohnehin bei den meisten Filmen dieser Machart so, dass bewährtes wiederverwertet wird, es kommt dabei halt auf die Art der Umsetzung an - und man muss sagen, dass es Clark Johnson gelungen ist, einen sehr unterhaltsamen Vertreter zu schaffen. Großartige Durchhänger gibt es nicht, es kommt zu keiner Zeit Langeweile auf - genau das also, was man sich von einem guten Actionfilm erwartet. Es wird von Anfang bis Ende ein Spannungsbogen gezogen, der zwar nicht überragend ist, aber wie bereits dafür sorgt, dass man bis zum Schluß vor´m Fernseher sitzen bleibt. Leider muss aber erwähnt werden, dass einige Teile der Handlung durchaus sehr vorhersehbar waren, dafür gibt es Abzüge in der B-Note.
Zu den Darstellern muss man nicht viel sagen. Das gesamte Team spielt seine Rollen überzeugend, man nimmt ihnen ihre Figuren zu jeder Zeit ab. Natürlich werden hier gewisse Archetypen bedient, die man in diesem Genre schon oft gesehen hat. Und - auch das ist vorhersehbar gewesen - füllen genau die Darsteller diese Rollen aus, von denen man sie auch erwartet hat. Dennoch bleibt unter´m Strich zu sagen, dass die Bestetzung rundum gut ist.
Der Fokus liegt bei S.W.A.T. natürlich auf der Action und die ist auch gelungen. Es erwartet hier kein Effektoverflow, sondern eher realistisch gehalten. Natürlich kommt der Streifen nicht an großen Explosionen vorbei, aber zumindest die Shoot Outs und die Nahkämpfe zeigen keine immer treffenden und unverwundbaren Superhelden.
Fazit:
Natürlich kann man jetzt sagen, dass die Storyline relativ beschränkt und vor allem auch nicht sonderlich kreativ klingt. Das stimmt natürlich. Aber es ist ohnehin bei den meisten Filmen dieser Machart so, dass bewährtes wiederverwertet wird, es kommt dabei halt auf die Art der Umsetzung an - und man muss sagen, dass es Clark Johnson gelungen ist, einen sehr unterhaltsamen Vertreter zu schaffen. Großartige Durchhänger gibt es nicht, es kommt zu keiner Zeit Langeweile auf - genau das also, was man sich von einem guten Actionfilm erwartet. Es wird von Anfang bis Ende ein Spannungsbogen gezogen, der zwar nicht überragend ist, aber wie bereits dafür sorgt, dass man bis zum Schluß vor´m Fernseher sitzen bleibt. Leider muss aber erwähnt werden, dass einige Teile der Handlung durchaus sehr vorhersehbar waren, dafür gibt es Abzüge in der B-Note.
Zu den Darstellern muss man nicht viel sagen. Das gesamte Team spielt seine Rollen überzeugend, man nimmt ihnen ihre Figuren zu jeder Zeit ab. Natürlich werden hier gewisse Archetypen bedient, die man in diesem Genre schon oft gesehen hat. Und - auch das ist vorhersehbar gewesen - füllen genau die Darsteller diese Rollen aus, von denen man sie auch erwartet hat. Dennoch bleibt unter´m Strich zu sagen, dass die Bestetzung rundum gut ist.
Der Fokus liegt bei S.W.A.T. natürlich auf der Action und die ist auch gelungen. Es erwartet hier kein Effektoverflow, sondern eher realistisch gehalten. Natürlich kommt der Streifen nicht an großen Explosionen vorbei, aber zumindest die Shoot Outs und die Nahkämpfe zeigen keine immer treffenden und unverwundbaren Superhelden.
Fazit:
S.W.A.T. ist ein Actionfilm für zwischendurch. Hirn aus, TV an, Spaß haben. Nichts, was dauerhaft im Gedächtnis bleiben wird, aber auch nichts, was man direkt nach dem Ansehen wieder ausblenden kann.
Bewertung: 7/10 Punkten
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