Posts mit dem Label Horror werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Horror werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 1. Oktober 2012

Edward Lee - Bighead | "Most disturbing book ever?"

Klappentext:


Ein brutaler, obszöner Thriller! 

Nachdem sein Großvater gestorben ist, sitzt Bighead ganz alleine in der Hütte irgendwo im tiefen Wald von Virginia. Als das letzte Fleisch verzehrt ist, treibt ihn der Hunger hinaus in die »Welt da draußen«, von der er bisher nur von seinem Opa gehört hat ... 

Wer oder was ist der Bighead? Wieso hat er einen Kopf so groß wie eine Wassermelone? Ist er ein mutierter Psychopath? Was er auch immer ist, Bighead ist unterwegs und hinterlässt eine Spur aus Blut und Grauen. 

THE BIGHEAD gilt als das »most disturbing book«, das jemals veröffentlicht wurde. Mancher Schriftsteller wäre über solch eine Einordnung todunglücklich, doch nicht Edward Lee - er ist stolz darauf. 

Quelle: festa-verlag.de




Kritik:

Wer nur den Klappentext liest, mag sich vielleicht denken, dass er ein wenig dick aufgetragen ist - so viel möchte ich vorweg nehmen: er ist es nur bedingt, denn in der Tat ist "Bighead" ein sehr krankes Buch, in vielerlei Hinsicht. Und auch wenn ich nun einen Teil meiner Glaubwürdigkeit einbüßen werde, muss ich auch gleich vorweg sagen, dass Edward Lees Werk das erste in diesem Blog ist, welches ich rezensiere, ohne es beendet zu haben. Der Grund hierfür ist aber nicht, dass ich zu zart besaitet gewesen wäre.

Samstag, 29. September 2012

Jack Ketchum - Evil | "Martyrium in Worten"

Klappentext:


Die USA in den 50er-Jahren. Nach außen hin eine heile Welt, doch inmitten der amerikanischen Vorstadtidylle wird ein Junge mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert. Jack Ketchum zeigt in seinem beunruhigenden, grenzüberschreitenden Horrorthriller die Abgründe der menschlichen Seele auf. 

Quelle: Amazon.de
Kritik:

Der Klappentext lässt nicht viel über den eigentlichen Inhalt des Buches verlautbaren, darum nehme ich mir hier die Freiheit, ein bisschen weiter ins Detail zu gehen. Ketchum beschreibt in diesem Roman, was Menschen anderen Menschen antun können. Schutzbefohlenen, deren Freunden - und nicht zuletzt auch, was für Auswirkungen das Handeln eines Einzelnen auf das Leben von vielen anderen, nicht zuletzt auch von Unbeteiligten, haben kann. Ketchum gilt als einer der härtesten Autoren der modernen Horrorgeschichte - und Evil, so zumindest eine häufig gehörte Meinung, ist hierbei das Kronjuwel in seinem Repertoire. Große Worte, welche sich teilweise durchaus bestätigt haben. Auch wenn der Roman (wie eigentlich alles, was ich in letzter Zeit gelesen habe) mal wieder aus der Sicht der Hauptfigur erzählt wird. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass diese Geschichte, so traurig wie es klingt, sich tatsächlich in den 50er Jahren abgespielt hat - was sie noch etwas grausamer werden lässt, als es bei reiner Fiktion ohnehin schon der Fall wäre.

Freitag, 14. September 2012

"Sinnlos im Weltraum" - Dead Space 2

Inhaltszusammenfassung:


Isaac Clarke hat die Ereignisse auf der Ishimura überlebt, fristet sein Darsein nun aber - da er als Verrückter eingestuft ist - in einer Heilanstalt auf der Raumstation Sprawl. Er wird geplagt von Visionen, in denen seine tote Ehefrau zu ihm spricht - welche sich immer öfters als Necromorph entpuppt. Eines Tages gellt der Alarm durch die Station und sie verwandelt sich binnen kürzester Zeit in die Hölle. Clarke gelingt die Flucht - und er muss feststellen, dass als vernichtet geltenden Necromorphs nun auch hier aufgetaucht sind und einen Großteil der Stationsbewohner abgeschlachtet haben. Sein Kampf ums Überleben beginnt aufs Neue.



Kritik:

Das erste Dead Space zählt in meinen Augen zu den besten Horror-/ Actionspielen, die jemals veröffentlicht wurden. Ein tolles, weil sich von der typischen Kleinstadt/ Herrenhaus-Kulisse abhebendes Szenario, ein Held, der eigentlich keiner ist und eine düstere, oftmals angsteinflößende und verstörende Atmosphäre, dazu ein nicht zu knapp bemessenes (aber zur Geschichte passendes) Maß an Gewalt. Dementsprechend hoch sind natürlich auch die Erwartungen an einen Nachfolger - was zwar nicht zwangsläufig zu einer Enttäuschung führen muss, die Gefahr ist jedoch in solchen Fällen meistens sehr hoch.

Dienstag, 11. September 2012

"Zombiefizierte Lyrik" - Max Brooks: Zombieparade

Klappentext:

Seit Jahrhunderten kämpft die Menscheit gegen die Zombies - ein Kampf, der von den Vampiren bislang unbeteiligt bis amüsiert beobachtet wurde. Doch langsam schwant den Geschöpfen der Nacht, dass sie sich werden einmischen müssen, wenn sie nicht riskieren wollen, dass mit den Menschen auch die eigene Existenzgrundlage vom Erdboden verschwindet. Die Zombieapokalypse naht - und das nicht nur in dieser neuen Geschichte von Max Brooks, dem Chronisten alles Untoten.



Kritik:

Wow, nur ein Tag nach seiner letzten Rezension legt uns der Typ ein neues Review vor! Wie macht der Kerl das blos? Nun, das ist schnell erklärt: Zombieparade, eine Sammlung von vier Kurzgeschichten, ist eigentlich nicht viel mehr als ein Büchlein mit gerade einmal 120 Seiten. Und zudem auch noch mit großem Schriftbild. Man sieht also, sonderlich gehaltvoll ist dieses Buch zumindest vom Volumen her nicht. Lohnen sich dann wenigstens die Geschichten?

Samstag, 8. September 2012

Jennifer's Body - Jungs nach ihrem Geschmack

Inhaltszusammenfassung:

Freundschaften sind mitunter seltsam - so auch im Falle der Cheerleaderin Jennifer und ihrer besten Freundin Needy, die man wohl am ehesten als graue Maus bezeichnen kann. Dennoch sind die beiden wie Pech und Schwefel. Bis zu diesem Tag. Nach einem lokalen Rockkonzert geht der Veranstaltungsort in Flammen auf - und Jennifer verschwindet mit den Bandmitgliedern. Unter Schock taucht sie Nachts bei Needy auf, gibt sich am nächsten Tag jedoch wieder völlig normal. Aber sie hat sich verändert, ist bösartig geworden - und in der Stadt werden auf einmal männliche Leichen zerfetzt aufgefunden.


Kritik:

Und wieder einmal einer dieser Filme, die es einem wirklich schwer machen, ein sachliches Review zu schreiben. Nicht, weil der Film so gut ist, sondern vielmehr weil es sich bei Jennifer's Body um einen dieser Streifen handelt, die sich durch ihr fragwürdiges Konzept jeder klaren Kategorisierung entziehen und in erster Linie auf Zugpferd Megan Fox zu setzen scheint.

Freitag, 7. September 2012

The Strangers - "Because you were home!"

Inhaltszusammenfassung:

Das Paar Kirsten und James nutzt die Hochzeit von Freunden, um eine Nacht in einem abgelegenen Sommerhaus zu verbringen. Was sie jedoch nicht ahnen, dass sich ihnen ein Trio von Unbekannten an die Fersen geheftet hat, welches auch gleich beginnt, sie nach allen Regeln der Kunst zu terrorisieren - die Situation spitzt sich schnell zu und droht zu eskalieren.

Kritik:

Gleich am Anfang des Films erwartet den geneigten Zuschauer der Hinweis, daß es sich (natürlich...) um die Verfilmung einer wahren Begebenheit handelt - die das Ende gleich schon einmal vor dem eigentlich Beginn schön spoilert. An diesem Punkt war ich bereits das erste Mal drauf und dran, den Stop-Knopf des DVD-Players zu betätigen, allerdings hatte ich immer noch den Hinweis meines Kollegen im Ohr, daß der Film sich lohnen soll... Nun ja, also doch weiter. Die Story selber ist, wie man schon erkennen kann, wenig aufregend und bietet viel gewohnte Kost, die nur einmal auf´s neue aufgewärmt und serviert wurde. Im Nachhinein betrachtet war es aber nicht unbedingt ein schlechter Zug von Regisseur Bertino, den Zuschauer den Charakteren gegenüber oft einen Schritt voraus zu sein, sie an anderen Stellen dann aber wieder in der gleichen ungewissen Situation verharren zu lassen. Seinen Spannungsbogen holt der Film nämlich in erster Linie aus diesem Prinzip und kann ihn, trotz des anfänglichen Spoilers, auch bis zum Schluß auf einem durchaus sehenswerten Niveau halten. Zudem werden auch immer wieder kleine Schocksekunden eingestreut, die zwar oft so erwartet werden, aber zumindest ab und an ein kleineres Zusammenzucken mit sich bringen. Was dem Film weiterhin eine geheimnisvolle Ader beschert ist die Tatsache, daß die Identität der Eindringlinge zu keinem Zeitpunkt klar wird, nicht einmal als sie ihre Masken abnehmen, hält die Kamera drauf. Auch das Motiv für ihr Handeln bleibt im Verborgenen, auf die Frage nach dem "Warum" gibt es nur eine Antwort. "Because you were home!" Muss reichen, oder? Und letztendlich ist es gerade das fehlen einer nachvollziehbaren Motivation, die dem Film einen Großteil seiner "Härte" und Spannung gibt.

Mittwoch, 29. August 2012

Amityville Horror - Eine wahre Geschichte (2005)

Inhaltszusammenfassung:

Im Jahr 1974 wurde die ganze Familie DeFeo in ihrem Haus in Amityville, Long Island, ermordet. Lediglich der Sohn, Ronald, überlebt das Massaker und gesteht schließlich, dass er seine Verwandten erschossen hat, da das Haus es ihm befohlen hätte. Ein Jahr später zieht eine junge Familie in das vorgeblich verfluchte Haus ein. Anfänglich scheint alles perfekt zu sein, doch schnell ändert sich das Bild. Vater George wird von Visionen der Toten geplagt und wird nach und nach immer agressiver. Ist an der Geschichte des Fluches vielleicht doch ein Fünkchen Wahrheit?


Kritik:

Ein Remake eines Horrorklassikers. Wow, wie innovativ! Und dann auch noch ein Remake eines Films, der auf "wahren Begebenheiten" beruht - noch viel innovativer! Höre ich da jemanden "Zuschauerfang" rufen? Ketzer!

Eines muss man dem Produktionsteam lassen - Amityville Horror hat eine recht gelungene Atmosphäre. Nett düster, zwar ohne große Schnörkel aber dafür konstant. Schnell zerschlägt sich die kleine Sonnenscheinwelt, welche am Anfang des Filmes noch so gutgelaunt dargestellt wird, logischerweise natürlich mit dem Einzug der Familie in das verfluchte Haus. Ab diesem Moment kann man wirklich sagen, dass man es eigentlich durchweg gruselig zugeht, auch wenn die recht häufig vorkommenden Schrecksekunden so oder zumindest in äußerst ähnlicher Form schon oft gesehen wurden. Leider muss man jedoch sagen, dass sich die Entwicklung des kompletten Films bereits früh abzeichnet, sodass ein echter Spannungsbogen leider nicht entsteht. Außerdem drängen sich unweigerlich immer wieder vergleiche zu Kings "The Shining" auf (das Buch wurde "komischerweise" zwei Jahre vor dem originalen Amityvillehorror veröffentlicht, auch wenn der Streifen von Stanley Kubrick ein Jahr später als besagtes Original erschien). Hier muss man sagen, dass sowohl der Film als auch das Buch weitaus mehr hergeben als "The Amityville Horror".

Die Story selber ist natürlich auch nicht sonderlich neu (logisch, wir haben es nach wie vor mit einem Remake zu tun), es gab schon einige andere und auch weitaus bessere Filme nach dieser Rezeptur. Auch hier muss leider schon wieder auf "The Shining" verwiesen werden (die Patenschaft lässt sich nun einmal nicht abstreiten). Überraschungen sollte man hier nicht erwarten, die Marschrichtung ist von Anfang an klar und wird auch konsequent bis zum Ende durchgezogen. Hier hätte ich mir zumindest kleinere Überraschungen oder Storytwists gewünscht. Zumindest aber wird die Geschichte in einem angenehmen Tempo erzählt, sodass zumindest keine Langeweile aufkommt.

Die Darsteller machen ihre Sache routiniert, wenn auch nicht unbedingt übermäßig gut. Echte Spielfreude scheint mir hier nicht vorhanden gewesen zu sein, aber zumindest gibt es keine großen Ausfälle nach unten. Positiv sticht Ryan Reynolds hervor, der halbwegs überzeugend den besessenen Familienvater mimt - was allerdings nicht heißen soll, dass seine Leistung keine Offenbarung wie zuletzt in Buried gesehen darstellt. Die anderen Rollen bleiben dagegen zumeist blass, besonders die Darsteller der Kinder sind dazu auch noch recht unsympathisch, sodass man sich auch irgendwie dagegen verwehrt, sich mit ihnen zu identifizieren. Schade, eventuell hätte es dem Film nicht geschadet, wenn der Zuschauer zumindest halbwegs mit den Figuren leidet.

Die Effekte sind, wie bereits eingangs erwähnt, solide - aber auch schon x-fach gesehen. Auch hier muss man wieder sagen, dass nichts vom gesehenen auch nur annäherend neu wäre, sondern lediglich eine Modernisierung des Originals darstellt. Man kann hier zwar nicht von "Versagen" sprechen, aber auch an dieser Stelle wird nichts geboten, was "Amitiyville Horror" über das Mittelmaß hinaus hebt.

Fazit:

Das Remake von "Amityville Horror" ist ein durchschnittlicher Film ohne große Glanzstunden, allerdings auch kein totaler Flop - Mittelmaß eben. Man kann ihn sich einmal gut ansehen, auch wenn sich nichts dauerhaft im Gedächtnis festsetzen wird.

Bewertung: 5/10 Punkten

Dienstag, 21. August 2012

Die Frau in Schwarz

Inhaltszusammenfassung:

England, das 20. Jahrhundert wurde gerade eingeläutet. Der Anwalt Arthur Kipps erhält von seiner Londoner Kanzlei den Auftrag, irgendwo im Nirgendwo den Besitz einer verstorbenen Witwe ohne weitere Angehörige aufzulösen. Bereits bei seiner Ankunft in dem verschlafenen Nest muss er feststellen, dass man ihm gegenüber starke Antipathien hegt - außerdem scheint generell mit dem Ort etwas nicht zu stimmen. Die mysteriöse Frau in Schwarz, der einzige Gast auf der Beerdigung der Witwe, ist ein Tabuthema. Kipps beginnt nachzuforschen und findet in den Unterlagen die er für seinen Auftrag zur Verfügung gestellt bekam Hinweise darauf, dass diese Frau ein Geist zu sein scheint - und dass dieser Geist jedes Mal, wenn ihn jemand zu Gesicht bekommt ein Kind aus der Stadt tötet.



Kritik:

Bela Lugosi? Bekannt? Gut. Boris Karloff? Auch ein Begriff? Sehr gut - willkommen in der Welt von Hammer Films. Das britische Filmstudio war in der Vergangenheit bekannt dafür, viele der großen Dracula-Filme und ähnliches Gruselmaterial heraus gebracht zu haben. Das ist nun schon ein paar Jahrzehnte her, die Studios waren zwischenzeitig aufgelöst und versuchen nun nach einem Reboot mit gleichbleibenden Inhalten in modernerem Gewand wieder Fuß zu fassen. Dass man sich für Daniel Radcliffe als Hauptdarsteller entschieden hat mag nun Fluch oder Segen sein. Natürlich ist der gute Mann sehr bekannt - das Problem dabei ist, dass er für viele Filmfans immer mit Harry Potter in Verbindung gebracht werden wird. Man kann den hier vorliegenden Film nun als Chance für ihn persönlich als Darsteller sehen, als auch für Hammer Alliance. Der eine kann sich von seinem Image lösen, die anderen können beweisen, dass sie immer noch in der Lage sind, ihr Publikum zu begeistern.

Die Geschichte selber ist dabei natürlich alles andere als innovativ. Die typische Geistergeschichte, wie man sie schon etliche Male vorgesetzt bekommen hat. Man kann aber ruhigen Gewissens sagen, dass sie dabei sehr gut umgesetzt ist. Nach einer kurzen Anlaufzeit, die dieser Streifen benötigt, steigt die Spannung langsam, dafür aber konstant an. Immer wieder werden gut platzierte, wenn auch teilweise etwas vorhersehbare Schockmomente eingestreut, um den Zuschauer etwas aus der Spannung aufzurütteln. Bemerkenswert an diesem Film ist zudem auch die brilliante Kamera-Arbeit sowie die toll gewählten Settings, welche eine düstere und unheimliche Atmosphäre verbreiten, in der man sich als Zuschauer durchaus vorstellen kann, wie unwohl man sich nun in diesem alten Herrenhaus (welches nur zu Ebbe-Zeiten erreicht werden kann, Kipps sitzt also bei jedem Besuch einige Zeit unweigerlich auf der kleinen Insel fest) fühlen müsste. Auch der Score ist gut gewählt und untermalt das Gesehene äußerst passend. Schade nur, dass das Ende des Films absolut vorhersehbar ist und definitiv nicht den vermutlich gewünschten Überraschungseffekt mit sich bringt.

Auf darstellerischer Seite kann man sich nicht beklagen. Natürlich geht man, so unvoreingenommen man auch zu sein vorgibt, schon mit dem Wissen im Hinterkopf an den Film heran, dass man es mit Harry Potter zu tun bekommt. Nun, am Anfang stellte sich dieses Gefühl auch bei mir noch ein, wurde jedoch schnell wieder zerstreut. Radcliffe stellt seine Figur gut zur Schau und erinnert nicht im Ansatz an die große Romanverfilmung, der er seinen Ruhm verdankt. Man muss jedoch auch sagen, dass sein Kipps leider dennoch hinter einem wirklich großartig spielenden Ciarán Hinds beziehungsweise dessen Rolle Mr. Hinds zurück bleibt. Trotzdem, alle Darsteller bewegen sich über dem Durchschnitt und sind jederzeit glaubwürdig. Und man kann auch sagen, dass sie allesamt gut in das gewählte Setting passen.

Auf der Effekt-Seite muss man (Gott sei Dank sagen), dass man nicht mit einem Overflow zugeballert wird. Das bezieht sich auf die SFX im allgemeinen wie auch auf blutige Szenen. "Die Frau in Schwarz" setzt nicht auf übermäßige Brutalität oder sonstigen CGI-Schnickschnack, sondern versucht den Zuschauer durch seine großartige Fotografie zu bannen - und das erfolgreich. Wie Anfangs schon erwähnt gibt es natürlich die eine oder andere Schrecksekunde, welche sich aber alles in allem gut in das Gesamtbild des Streifens einfügen. Hier muss man sagen, dass Hammer Alliance bei seinen Wurzeln geblieben ist und genau die Zielgruppe bedient, wie es schon früher der Fall gewesen ist. Diese Operation ist also zweifelsfrei gelungen.

Fazit:

"Die Frau in Schwarz" ist ein spannender und wunderbar fotografierter Grusel-Thriller, der ein einmaliges Ansehen absolut rechtfertigt. Das Genre wird nicht neu erfunden, aber man hat es hier mit einem gutklassigen Comeback und, im Falle des Hauptdarstellers, mit einem Abschied von Harry Potter zu tun.

Bewertung: 7/10 Punkten



Mittwoch, 1. August 2012

Zombieland

Inhaltszusammenfassung:

Columbus (Jesse Eisenberg) ist zwar ein totales Weichei, aber konnte dennoch bislang alle Angriffe erfolgreich abwehren, weil er sich immer strikt an seine „47 Überlebensregeln für Zombieland“ gehalten hat. Als einer der letzten Nicht-Zombies in seiner von Untoten besetzen Heimatstadt trifft der überängstliche Columbus auf Tallahassee (Woody Harrelson). Der wiederum ist ein richtig harter Hund und hat scheinbar vor so gut wie gar nichts Angst. Gemeinsam wollen die beiden ab nun mit allen Zombies kurzen Prozess machen. Doch dabei muss das ungleiche Duo zuerst dem größten Schrecken in die Augen blicken: sich selbst! Auf der Flucht begegnen die beiden Männer zwei weiteren Nicht-Zombies: Wichita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin), die ebenfalls ihren ganz eigenen Weg gefunden haben, sich inmitten des grassierenden Chaos zu behaupten. Schon bald müssen sich die Vier jedoch überlegen, was schlimmer ist: Es miteinander auszuhalten oder sich den Zombies zu ergeben?



Kritik:


Eine Zombiekomödie, die vielerorts mit dem ungekrönten Subgenre-König "Shaun Of The Dead" verglichen wird - kann das gut gehen? Nachdem diverse Magazine sich doch recht positiv über Zombieland geäußert haben, war es an der Zeit, heraus zu finden ob etwas daran ist oder ob es sich wie so oft in letzter Zeit einfach nur wieder um heiße Luft handelt.

Zunächst einmal die große Überraschung, die schlimmes erahnen ließ: viele Szenen, die im Trailer gezeigt wurden, stammen tatsächlich lediglich aus dem Vorspann des Streifens. Die Befürchtung, daß der Film selber nicht viel mehr zu bieten hat, machte sich relativ schnell breit - wurde jedoch genau so schnell wieder zerstreut, als der Film nach dem gut gelungenen Intro dann umgehend Fahrt aufnahm. Zombieland wird durchgehend durch Action und One-Liner getragen, mit den Überlebensregeln von Weichei Columbus sowie der ewig währenden Jagd Tallahassees nach "Twinkies" hat man zudem nette Running-Gags eingebaut, die immer wieder hier und da geschickt eingebaut werden. Atmosphärisch schwankt "Z-Land" stellenweise arg, jedoch nicht in negativem Sinn. Zwischendurch hat man den Eindruck, in einem Road-Movie gelandet zu sein, während man in Bill Murrays Villa mit einer reinrassigen Komödie konfrontiert wird. Die musikalische Untermalung ist hierzu passend gewählt, als zum Vorspann Metallicas "For Whom The Bell Tolls"  aus den Boxen knallte, konnte ich nicht anders als mich mit einem zufriedenen Grinsen zurück zu lehnen. Der Song gibt die Marschrichtung der folgenden 88 Minuten in einer durchaus angebrachten Art und Weise an.

Generell sollte man von der Handlung jedoch nicht viel neues erwarten, das Genre ist in dieser Hinsicht halt schon seit Romeros Zeiten auf ein simples und für Fans durchaus effektives Grundprinzip festgelegt. Menschen rennen vor Zombies weg, um ins gelobte, Zombie-freie Land zu kommen. Ende. Großartig spannend wird der Film dabei nicht unbedingt, lediglich im knalligen Finale fängt man leicht an, mit den Figuren mitzufiebern. Allerdings ist das in diesem Fall nicht zwangsläufig schlecht, denn die Unterhaltungswerte liegen wie eingangs bereits erwähnt ganz klar bei durchgehender Action und coolen Sprüchen (die leider an wenigen Stellen auch sehr flach rüber kommen).

Die Darsteller sind geschickt gewählt, Woody Harrelson überzeugt als harter Hund Tallahassee mit kreativen Mordmethoden, die sich auch mal abseits vom üblichen Kopfschuß-Schema bewegen, während man Jesse Eisenberg den World Of Warcraft-Nerd mit seiner "Überleben durch Regeln"-Methode bereits in den ersten Einstellungen ohne zu Hinterfragen abnimmt. Erwähnenswert natürlich auch die weibliche Hauptrolle, Emma Stone. Neben einem optischen Blickfang stellt sie die Trickbetrügerin absolut glaubwürdig dar, was auch unsere beiden Helden immer wieder zu spüren bekommen. Mein persönliches Highlight war jedoch der Cameo-Auftritt von Bill Murray, der sich selbst mit einem großen Augenzwinkern spielt. Allen Schauspielern merkt man an, daß sie mit Spaß bei der Sache gewesen sind, dem Streifen selber kann das natürlich nur zu Gute kommen.

Überraschend war auch die Härte des Films. Ich hatte bei der guten, alten FSK damit gerechnet, daß der geneigte Horrorfreund sich über die 16er-Freigabe ebenfalls amüsiert, allerdings nicht, weil der dicke blaue Flatschen auf dem DVD-Cover später mal so lustig aussehen wird. Der Film hat aber mit einigen durchaus härteren Einstellungen überrascht, die allerdings nicht bewusst ins Übertriebene abdriften. Der Gewaltfaktor ist angebracht, für einen reinrassigen "Bluthund" wohl allerdings noch zu gering. Für eine Komödie, deren Fokus ja im Normalfall auf anderen Punkten liegt, ist Zombieland dennoch angenehm blutig ausgefallen.

Fazit:
Zombieland ist Unterhaltung. Nicht mehr und nicht weniger. Musikalisch klasse untermalt, mit überzeugenden Darstellern, einem nicht zu kleinen Gewaltgrad  und lustig ohne Ende. Direkt vergleichen mit Shaun Of The Dead kann man den Film zwar nicht (englischer Humor wird immer ein Ding für sich bleiben), aber durch ihre unterschiedliche Machart ergänzen sich beide Streifen sehr gut. Wenn die Handlung nun nicht nur ein reines Schema F gewesen wäre, hätte ich vielleicht sogar die Karte mit der vollen Punktzahl gezückt.

Bewertung: 9/10 Punkten

 
 

Mittwoch, 25. Juli 2012

Eden Lake

Inhaltszusammenfassung:

Eden Lake ist ein abgelegener See im englischen Niemandsland. Steve (Michael Fassbender) und seine Freundin Jenny (Kelly Reilly) unternehmen einen Ausflug an das idyllische Plätzchen. Die Zweisamkeit erfährt jedoch ein abruptes Ende, als eine Gruppe von Dorfjugendlichen wenige Meter neben Steve und Jenny Stellung bezieht. Steves Versuch, die Störenfriede zur Räson zu rufen, schlägt fehlt. Die Halbstarken legen erst richtig los, stehlen Steves Auto und sein Handy. Als er sie zur Rede stellen will, werden Messer gezückt, es kommt es zu einem Handgemenge, in dem der Hund der Einheimischen getötet wird. Steve und Jenny ergreifen die Flucht - doch die jungen Dörfler nehmen die Verfolgung auf... 



Kritik:


Survival-Horror mal anders herum: Dieses Mal sind die Teenies die Jäger! Das ist doch mal was neues... wobei, wenn man sich so manchen aktuellen Nachrichtenbericht ansieht, stellt sich die Frage, ob es sich bei "Eden Lake" wirklich nur um Fiktion handelt.

Der Streifen wird über seine komplette Dauer von einer düsteren, beklemmenden Atmosphäre getragen, die der erschreckend realitätsnahen Handlung sehr zuträglich ist. Die Abgeschiedenheit des Waldes oder auch die trostlose Kleinstadt, es passt einfach alles zueinander, nicht nur die Schauplätze selbst, sondern auch im Kontext mit den Handlungsweisen der Charaktere. Der Look des Films ist dreckig und roh, hier wird nichts schöngeredet oder aufpoliert.

Die Handlung selber geht damit einher. Wie ich einleitend schon sagte, wird hier ein sehr schmaler Grad zwischen Fiktion und Realität beschritten, der das, was in diesem Film passiert, auf eine bedrückende Art nachvollziehbar erscheinen lässt. Natürlich kennen Genre-Freunde ähnliche Szenarien bereits, doch wird hier auf eine Art und Weise erzählt, die "schmerzhaft nah am Leben" zu sein scheint. Die Dramaturgie ist durchweg spannend, der Film hält sich nicht mit Füllszenen auf sondern weiß von Anfang bis Ende bei Laune zu halten. Dieses jedoch kommt einem ein bisschen wie an den Haaren herbei gezogen vor, passt aber auf gewisse Weise in den sozialkritischen roten Faden des Streifens.

Die Darsteller verkörpern ihre Rollen äußerst gut. Besonders Kelly Reilly versteht es, ihren Charakter Jenny so zu verkörpern, wie man es wohl von einer solchen Person erwarten kann. Die Lehrerin wird nach dem Mord an ihrem Freund nicht plötzlich zu einem eiskalten Racheengel, sondern ist nach wie vor der Mensch, der sie vorher war. Hier hebt sich "Eden Lake" auf eine äußerst angenehme Weise von vielen Klischees ab, die mit dem Punkt "weibliche Hauptrolle in einem Horror-Streifen" oftmals einher gehen. Auch die anderen Mitglieder der Darsteller-Riege sind erwähnenswert und machen ihre Sache gut bis sehr gut, werden jedoch dennocht von der überragenden Hauptdarstellerin (die natürlich durch die Handlung zusätzlich im Fokus steht) etwas in den Schatten gestellt.

"Eden Lake" ist brutal, aber für den reinen Splatter-Freund wahrscheinlich dennoch eine Enttäuschung. Die Gewalt spielt sich meistens im Hintergrund oder sogar im Off ab, die Szenen, die besonders hart wären werden, durch eine geschickte Kamera-Führung bewusst entschärft. Zwar nimmt diese Vorgehensweise dem Streifen etwas von sein (nach wie vor aber immer noch deutlich vorhandenen!) visuellen Härte, lässt der Vorstellungskraft aber sehr viel Spielraum.

Fazit:

Mit "Eden Lake" gelingt es James Watkins, einen beinharten Horror-Thriller vorzulegen, der nicht durch übermäßig blutige Details zu schocken vermag, sondern vielmehr dadurch, daß er einen Hintergrund präsentiert, der so durchaus vorstellbar ist. Jedem, der mal einen "typischen" Terror-Film sehen möchte, bei dem er das Hirn nicht unbedingt abschalten braucht, sei dieser Titel empfohlen.

Bewertung: 9/10 Punkten


Donnerstag, 12. Juli 2012

Dead Snow

Inhaltszusammenfassung:

8 Medizinstudenten machen einen Wochenend-Tripp in die Berge Norwegens. Kaum an der Hütte angekommen treffen sie auf einen unheimlichen alten Mann der die Gruppe vor dieser Gegend warnt. Das Böse lauert in Gestalt einer SS Armee in den eisigen Bergen. Aber wer nimmt so etwas schon ernst und die 8 lassen den alten Mann unter Gelächter ziehen. Doch schnell wird klar, dass es keine Gruselgeschichte war und ein erster Untoter SS-Zombie steht vor der Tür. Und wo einer ist, da lässt die Armee nicht auf sich warten. Es kommt wie es kommen muss, ein Krieg zwischen Untoten SS Soldaten und 8 Medizinstudenten.

(auf eine Cover-Ansicht verzichte ich in diesem Fall, da es schon sehr explizit ausgefallen ist)


Kritik:

Die Skandinavier haben sich in letzter Zeit immer mehr in die tiefschwarzen Seelen von uns Horrorfreunden gedreht. Nach dem durchaus gelungenen "Manhunt" schlägt nun also Dead Snow ein. Die Erwartungen waren nach dem lesen der ersten Reviews hier und in den Printmedien relativ hoch. Letztendlich wurden sie eigentlich auch zum großen Teil erfüllt.

Die Atmosphäre, die die Grundhandlung des Films trägt, ist durch die eisige norwegische Einöde schon an sich etwas, was mir sehr gut gefällt, passend zum Film verstärkt sie natürlich auch die gezeigte "Hilflosigkeit" der Charaktere. Allerdings wird die ernste Grundstimmung immer wieder von gut passenden und eigentlich nie ins niveaulose abdriftenden schwarzhumorigen Einlagen durchbrochen. Dennoch sollte man von Dead Snow keine Splatter-Komödie erwarten, dazu treten die wirklich lustigen Elemente meiner Meinung nach zu sehr in den Hintergrund.

Die Handlung an sich ist auf eine gewisse Art natürlich schon bekannt, wie kann man heute auch noch Innovationen bei einem Zombie-Streifen erwarten? Relativ unverbraucht ist lediglich der Einsatz der "Nazis", doch auch das verhilft Dead Snow sicherlich nicht zum Thron am Hofe der frischen Ideen. Zudem dauert es eine ganze Weile, bis der Film wirklich Fahrt aufnimmt und einen Spannungsbogen aufbaut. Die erste halbe Stunde war dementsprechend auch ein anhaltender Kampf zwischen meinem Daumen und der "Stop"-Taste des DVD-Players. Danach jedoch geht es Knall auf Fall, die Action setzt ein und bricht auch bis zum Abspann nicht mehr ab. Dennoch hätte ich mir hier gewünscht, daß die Motivation zum Weiterschauen schon früher einsetzt.

Die Darsteller machen ihre Sache gut, auch wenn an manchen Stellen ein gewisses (und wie mir scheint auch gezieltes) Overacting zu erkennen ist. Dennoch hat man die Chance, sich mit den zumeist sympathischen Charakteren zu identifizieren. Das Team hat also bei der Besetzung ein glückliches Händchen bewiesen.

Gorehounds werden mit diesem Film wahrscheinlich auch ihren Spaß haben. Zwar muss man sich, wie oben bereits gesagt, mehr oder weniger durch die erste halbe Stunde quälen, doch wenn die Action losgeht, wird man schon in einem gewissen Maß entschädigt. Die Effekte sind gut umgesetzt und ab diesem Punkt schließlich auch reichlich vorhanden. Zwar mangelt es auch hier an wirklich zündenden neuen Ideen, man verlässt sich schon sehr auf die Masse an Blut, der eine oder andere lustige und noch nicht sooooo oft gesehene Einfall ist aber auch dabei. In diesem Punkt weiß Dead Snow also schon zu gefallen.

Fazit:

Dead Snow bietet viel bekanntes, jedoch in einem zeitgemäßen und sehr gelungenem Kostüm. Leider gibt es aber gerade zum Anfang einige Längen, die aber durch die kompakte Action über den restlichen Filmverlauf in einem gewissen Maß revidiert werden. 

 

Bewertung: 8/10 Punkten

Dead Snow in der OFDb

Samstag, 11. Februar 2012

The Mad

Inhaltszusammenfassung:
Alles hätte so schön sein könne. Jason (Billy Zane) ist mit seiner Frau, seiner Tochter und ihrem Freund unterwegs in den Urlaub. Einen Zwischenstop wollen sie auf einem kleinen Hillbilly-Fest einlegen, komplett mit Riesenburgern und Fleisch von der kleinen Farm von nebenan. Leider ist die Menge aber nur begrenzt, so daß die vier von den leckeren Spezialburgern nichts mehr abkriegen. Ihr Glück, denn nur kurze Zeit später verwandelt sich jeder, der von dem Fleisch gegessen hat in einen menschenfressenden Freak...


Kritik:

Die Inhaltszusammenfassung lässt es schon erahnen: "The Mad" versucht, im Fahrwasser von "Black Sheep" mit ählichem Prinzip den Zuschauer zu bannen, was leider nur äußerst bedingt funktioniert.

"The Mad" teilt mit vielen seiner Artgenossen das Problem, daß es äußerst schwierig ist, in diesem Genre wirklich interessante Neuerungen zu bringen. Zwar ist die Idee, den Rinderwahnsinn im wahrsten des Sinne des Wortes auf den Menschen zu übertragen, nicht schlecht, jedoch kann man auch hier nicht von einer Neuerung sprechen, da der oben erwähnte Schafs-Zombie-Streifen das bereits in ähnlicher Form - und zudem noch weitaus abgedrehter und amüsanter - schon einmal vorgemacht hat. Spannung kommt von daher kaum auf, denn das was passiert ist einfach zu jeder Zeit vorhersehbar. Sogar die Reihenfolge der Todesopfer hat man nach der Einführung der Figuren bereits im Kopf. Der Film versucht allerdings auch nicht, ein knallharter und spannender Thriller zu sein, sondern setzt vielmehr auf den Humor. Leider ist aber auch auf dieser Seite kein sonderlich großes Haben zu vermerken. Viele der Witze, die eingebracht werden verlieren sich einfach in den teilweise ellenlangen und recht (leider eben nicht im positiven Sinn) sinnfreien Dialogen, wieder andere humoristische Einlagen sind vorhersehbar und dann gibt es da noch diesen gezwungenen Witz, der leider ebenfalls kaum zündet. Sicherlich, das eine oder andere Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen, aber alles in allem ist das leider nicht genug, um dem Film zusprechen zu können, daß er eine gelungene Komödie wäre. Und spätestens ab dem Punkt, an dem ein lebender Klumpen Rindersteak durch die Küche krabbelt und einen der Überlebenden angreift, wird aus der Komödie dann ein Blödelstreifen, der nicht einmal mit ein paar Bier mehr lustiger gewesen wäre.

Die Darsteller sind zumeist routiniert, wobei Billy Zane fast schon ein Wenig zu langweilig wirkt. Auch er hat natürlich seine starken Momente, allerdings fallen mir spontan diverse Filme ein, in denen er mich als Schauspieler mehr beeindruckt hat. Hier und dar findet man natürlich auch eine gesunde Portion Overacting, was zu einem alles in allem recht skurilen Film jedoch auch ganz gut passt. In dieser Hinsicht hat man also wenig zu bemängeln. Die deutsche Synchro ist zudem auch angemessen, die Stimmen passen zu den Charakteren und kommen zudem auch motiviert rüber.
Für Gorehounds ist "The Mad" mit Sicherheit zu langweilig. Zwar lassen die "fleischhungrigen Zombies" vermuten, daß es die eine oder andere derbe Szene geben dürfte, doch dies ist nicht der Fall. Die Bisse werden hier und da zwar angedeutet, wirklich explizit sind die Darstellungen jedoch nicht. Viel passiert dazu auch im Off oder wird unter einem Haufen Hungriger, die sich über einer Leiche stapeln, verdeckt. Die Effekte, die man zu sehen bekommt sind zwar wenige, dafür aber recht ansprechend umgesetzt.

Fazit:

"The Mad" - ein Partyfilm, der keiner ist. Für eine gute Komödie nicht lustig genug, für einen Horrorstreifen nicht hart genug und für einen Thriller nicht spannend genug. Man könnte also sagen: Weder Fisch, noch Fleisch.


Bewertung: 3/10 Punkten

Mittwoch, 8. Februar 2012

President Evil

Inhaltszusammenfassung:
Eine Gruppe von modernen Hippies bricht gemeinsam zum "Free Love"-Festival auf, um dort Spaß zu haben. Unter ihnen ist auch Samantha, die nach einer schwierigen Trennung von ihrem Ex-Freund nun auf Abwechslung mit ihrem Neuen, Ivan, aus ist. Schon die Fahrt zum Konzert gestaltet sich allerdings schwierig, da die Kids noch vor dem Eintreffen mit ein paar Rednecks aneinander geraten.


Diese Probleme sind jedoch schnell vergessen, als die Leiche eines der Partygänger aufgefunden wird. Zwar werden umgehend Untersuchungen durch die lokale Polizei eingeleitet, die jedoch nicht schnell genug voran kommen. Der Versuch, die Party zu untersagen scheitert ebenso, denn die Hippies beschließen, inoffiziell im Wald weiter zu feiern. Ein Fehler, wie sich schnell erweist, denn: Here is Ronny!

Kritik:

Vorab sei angemerkt, daß ich das Review nach dem ansehen der US-Unrated geschrieben habe. Die Angaben zur deutschen SPIO-Fassung sind der OFDB entnommen. Leider scheint auch die vorgebliche "Lange Fassung" erheblich geschnitten zu sein, was die Freigabe zu einer Farce macht, da von den Gewaltszenen im Grunde kaum noch etwas vorhanden ist.

Nachdem er in Scream seine ersten Erfahrungen als Schauspieler im Slasher-Genre sammeln konnte, überrascht uns David Arquette nun also mit seinem Debut als Regisseur in eben diesem Bereich. Gleich vorab kann so viel gesagt werden: Die Klasse von Cravens Beitrag zum modernen Horrorfilm wird hier zu keiner Zeit erreicht. Zu ausgelutscht die Geschichte mit den Kids, die verzweifelt vor einem maskierten Killer (Jason Reagan? Ronald Vorhees?) durch den Wald stolpern und versuchen zu überleben. Sicherlich, speziell der Backwood-Slasher bietet wenig bis gar keinen Spielraum für Innovationen, aber hier wird im Grunde genommen 1:1 aus Genre-Größen kopiert. Alles kommt einem auf die eine oder andere Art schon bekannt vor. Das einzige, was neu ist, ist der unglaublich dämliche deutsche Titel und der Versuch, Horror mit Politsatire zu mischen.

Diese Tatsache führt leider auch dazu, daß im Grunde keine Spannung aufkommt. Das Auftauchen des Killers ist vorhersehbar, die Reaktionen der Opfer genau so. Auch das Handeln des Sheriffs ist bekannt und natürlich weiß man auch von vornherein, daß alles, was er unternimmt um den fröhlich durch die Gegend metzelnden Präsidenten aufzuhalten, die Situation nur noch verschlimmert. Die fehlende Spannung versucht Arquette allzu offensichtlich durch einen politsatirischen Einschlag zu kompensieren, der sich leider auch als Schuss in den Ofen entpuppt. Zu offensichtlich auch hier seine Abneigung gegen die Republikaner im allgemeinen und den zur Produktionszeit amtierenden Präsidenten Bush im speziellen. Über politische Ansichten mag man streiten können, auch darüber, wie sinnvoll es ist, diese Ansichten auf die Schippe zu nehmen, aber wenn man das schon tut, sollte die Umsetzung nicht einfach nur in platten Humor mit wenig zündenden Gags ausarten, sondern wirklich auch einen kritischen Einschlag mit sich bringen. Das ist hier leider nicht der Fall, so daß auch dieser Teil der Produktion nicht wirklich gut funktioniert. Bleibt noch der psychedelische Touch, den Arquette einzubringen versucht, wenn wieder eine der Hauptfiguren auf irgendeiner Droge ist -und das ist so ziemlich vom Anfang bis zu Ende irgendwer. Der nervt irgendwann einfach, bescheuerte Farbspielereien, die wohl dem Zuschauer das Gefühl vermitteln sollen, wie ein LSD / Extasy / Was auch immer-Trip aussehen könnte (schaut euch einen anderen  Backwood-Streifen durch ein Kaleidoskop an, dann habt ihr einen Vergleich) . Braucht im Endeffekt auch kein Mensch, wenn ich sowas sehen will, schaue ich mir Fear And Loathing In Las Vegas an.

Auch über die Darsteller kann sich der Film leider nicht tragen. Ich muss sagen, daß ich persönlich ohnehin nicht viel von diesem ganzen "Freie Liebe" und "Lasst uns Drogen nehmen bis zum umfallen"-Gedöns halte. Dies führt natürlich dazu, daß mir die Hauptcharaktere von Anfang an durch die Bank unsympathisch gewesen sind, was es natürlich unglaublich schwer macht, sich mit ihnen zu identifizieren. An dieser Abneigung kann leider auch die Tatsache, daß die Darsteller ihre Rollen nicht einmal schlecht verkörpert haben, nichts ändern. Ich muss ganz ehrlich zugeben, daß mir die eigentlich "bösen" Kleinstädtler noch mit die sympathischsten Figuren waren.

Es gibt eine Menge Leichen in "President Evil", allerdings werden nur die wenigsten Morde wirklich explizit dargestellt. Der Gorefaktor in der Unrated ist zwar auf einem erhöhten Niveau, speziell die beiden Szenen, in denen mit einer Kettensäge hantiert wird, fallen auch (überzogen) deftig  aus, aber hinsichtlich des Bodycounts wird es einem beinharten Guts ´n Gore-Fanatiker wohl zu wenig gesplatter sein. Hier und da wird zwar noch mit ein paar Innereien hantiert, aber auch hier stelle ich die SPIO-Freigabe in Frage, meines Erachtens nach hätte die KJ-Freigabe für die ungekürzte Fassung ausgereicht.

Fazit:

Zusammenfassend kann man sagen, daß "President Evil" der gescheiterte Versuch Arquettes ist, auch als Regisseur ins Genre einzusteigen. Das, was an seinem Film neuartig ist, ist leider nicht ausgereift oder treffend genug, um ihn interessant zu machen. Unterm Strich bleibt also nur ein weiterer, nicht einmal mittelmäßiger Backwoodstreifen.


Bewertung: 3/10 Punkten


My Name Is Bruce (Film-Rezension)

Inhalt:
Als ein paar Jugendliche auf einem Friedhof aus Versehen einen schlecht gelaunten China-Dämon zum Leben erwecken und dieser fortan die heimatverbundenen Bewohner des Kuhkaffs Gold Lick, Oregon, terrorisiert, hat Teenager Jeff, der wohl größte existierende Bruce Campbell-Fan, die krass gute Idee, seinen Superstar im Kampf gegen die Kreatur um Hilfe zu bitten. Das Problem: Bruce ist gerade im Dreh zu CAVE ALIEN 2, einem weiteren Meilenstein seiner Filmkarriere. Problem Nr. 2: Der hochbegehrte Schauspieler würde einen Teufel tun, bekloppten Fans unter die Arme zu greifen. Also kidnappen die Goldlicker kurzerhand den Hoffnungsträger und schaffen es tatsächlich, Bruce mit Freibier und den heißen Kurven von Jeffs Mama einigermaßen bei Laune zu halten. Bis der bärtige Untote erscheint und unser Held schleunigst die Flucht ergreift.

Kritik:
Wer den Namen Bruce Campbell kennt, wird schon eine dunkle Ahnung haben, was ihn erwartet, zumal sich der Herr neben der männlichen Hauptrolle auch gleich noch den Regiestuhl unter den Nagel gerissen hat: B-Movie-Zeit ist angesagt. Und das in absoluter Perfektion, die nur ein B-Movie-Gott so umsetzen kann.

Angefangen beim Plott, der so wenig originell ist wie eine Salami-Pizza. Ein paar Teenies erwecken also einen bösen chinesischen Geist. Guandi, seines Zeichens Beschützer der Toten und des Tofus lässt sich dann auch nicht lange bitten, sondern haut sich erstmal ein bisschen durch die Kids, die gerade seinen schönen und ruhigen Friedhof verwüstet haben - selbstverständlich müssen alle Blutsverwandten später auch noch mit dran glauben. Alles bekannt? Sicher. Aber im Laufe des Films tritt die Handlung ohnehin immer weiter in den Hintergrund und wird dann auch durchgängig mit einem Augenzwinkern abgearbeitet.

Die Darsteller machen ihre Sache gut - wenn man Overacting und Schauspieler, die drei Rollen besetzen als gut bezeichnen will. Auch hier merkt man an so ziemlich jeder Szene, daß "My Name Is Bruce" sich selber nicht ernst nimmt. Dazu kommt, daß ein paar alte Bekannte aus früheren Campbell-Filmen auftauchen (allen voran Ted Raimi) und man so manchen AHA-Effekt allein durch deren Auftauchen hat.

Die Gags sind wohl das, was den Film am meisten zu dem machen, was sie sind. Bruce selber haut einen Kalauer nach dem anderen raus und gibt sich dabei so herrlich selbstironisch, daß es nur so kracht. Der Mann weiß, wo er als Schauspieler steht, weiß wo seine Filme stehen und weiß offenbar auch, wie man das Beste daraus macht, niemals ein ganz großer Movie-Star zu sein. Der billig-lustige Dämon sorgt mit seinem handeln ebenfalls für einige Lacher und selbst die (sehr wenigen) blutigen Szenen sind gezielt -meistens aber nicht übertrieben- auf lustig getrimmt.
Wenn wir schon beim Stichwort Blut und Horror sind. "My Name Is Bruce" ist sicherlich alles - nur kein Horrorschocker oder Splatter-Flick. Es gibt zwar ein paar blutige Einstellung mit Enthauptungen oder einer abgehackten Hand (gleich zu Anfang ein sehr netter Gag übrigens!), allerdings kommt durch die Comedy-Atmosphäre kein Gruselfeeling auf und für Gorehounds wird es sicherlich auch nicht ausreichend sein.

Fazit:
Look at this, Scary Movie - SO macht man eine gelungene (Horror-)Komödie. "My Name Is Bruce" ist das B-Movie aller B-Movies und bietet Fans von Campbell, aber mit Sicherheit auch dem einen oder anderen nicht eingeweihten, etwa 80 Minuten Unterhaltung mit Grinse-Garantie. 

Hail To The King, Baby! 

Dienstag, 7. Februar 2012

Mirrors (Film-Rezension)

Inhalt:
Das Leben war in letzter Zeit nicht gut zu Ben Carson (Kiefer Sutherland): als verdeckter Ermittler hat er einen Kollegen erschossen, Schuldgefühle in Alkohol ertränkt, die Achtung seiner Kollegen verloren, den Dienst quittiert und die Familie in Form von Frau und zwei Kindern hat ihn auch vor die Tür gesetzt, so daß er bei seiner Schwester nächtigen muß. 
Um wieder klar zu kommen, nimmt er einen vermeindlich ruhigen Job an: Nachwächter in einem vor 15 Jahren abgebrannten riesigen Kaufhaus, daß immer noch nicht wieder aufgebaut wird. Beeindruckend sind vor allem die Spiegel, die es in allen Ecken in dem monumentalen Gebäude zu sehen gibt und die in erstaunlich gutem Zustand sind. Doch genau deswegen stimmt etwas mit ihnen nicht, wie Ben bald feststellt, denn seine Spiegelbilder tun nicht immer das, was sie sollen und furchtbare Visionen schlagen auch in der Realität auf Ben zurück. Seine Umwelt hält das natürlich für eine Folge der Medikamente, doch während Carson verzweifelt versucht, dem Rätsel des Kaufhauses auf die Spur zu kommen, greifen die Wesen im Spiegel an


Kritik:

Eingangs sollte erwähnt werden, daß es sich bei Mirrors um ein Remake des koreanischen Horrorfilms "Into The Mirror" handelt (welchen ich zu meiner Schande allerdings nicht kenne aber so zumindest relativ unvorbelastet an Ajas aktuelles Werk heran gehen konnte). Eingeleitet wird der Streifen mit einer ziemlich blutigen Einstiegssequenz, die den geneigten Zuschauer auf die Spiegel-Spielchen, die nun folgen einstimmen soll - mich hat sie in erster Linie auf einen blutigen Film eingestimmt, der in dieser Form allerdings meinen Erwartungen nicht entsprechen konnte. Zwar folgt noch eine weitere relativ harte Gore-Szene, die im wahrsten Sinne des Wortes zeigt, daß eine große Klappe tötlich sein kann, aber das war es im Grunde dann auch an wirklich expliziten Darstellungen. Der doch recht deftige Anfang und die Kenntnis um Ajas ältere Filme haben da wirklich auf mehr hoffen lassen.

Die Handlung selber ist klischeehaft. Zwar bietet das abgebrannte Kaufhaus wirklich eine tolle Kulisse, auch die oben erwähnten Spiegel-Tricksereien wissen zu überzeugen, doch folgt der Plot großteils dem bekannten Schema F. Der Hauptcharakter - ein trockener Alkoholiker mit kaputter Ehe, der statt Suff jetzt lieber auf Pillen zurück greift - hat böse Visionen aus dem Spiegel und natürlich nimmt ihm das niemand ab, deshalb beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln *gähn*. Nach dem furiosen Einstieg dümpelt Mirrors so dann auch zum Mittelteil hin ab und an ins langatmige ab, weiß aber zwischendurch immer wieder durch eingestreute Gruseleinlagen und vor allem Schrecksekunden ein endgültiges abgleiten in die Langeweile zu vermeiden. Ein richtiger Spannungsbogen wird aber zu keiner Zeit aufgebaut, Mirrors lebt in erster Linie wirklich von diesen Momenten. Überraschende Wendungen gibt es sehr, sehr wenige, lediglich ganz zum Schluß könnte man ein bisschen überrascht sein (wobei ich zugeben muss, daß ich fast mit dem, was passiert ist, gerechnet habe). Ohne zu spoilern kann man darauf aber nicht wirklich gut eingehen. Ergo: die Storyline mag zwar für einen Mystery-/ Horrorfilm angemessen sein, ist aber keinesfalls brilliant umgesetzt.

Die Darsteller sind, abgesehen von dem routinierten Sutherland, Mittelmaß. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Selbst Sutherland hebt sich nur deshalb von den anderen Schauspielern ab, weil viel von seinem handeln zumindest leicht an seinen Jack Bauer aus "24" erinnert.

Die Vertonung ist gut, die Synchronsprecher waren bei ihrer Arbeit wohl motiviert genug, um Mirrors nicht auch noch durch eine schlechte Synchro weiter zuzusetzen.

Fazit:
Mirrors ist keinesfalls der erhoffte Kracher, sondern kommt leider nicht ansatzweise an "The Hills Have Eyes" oder gar "High Tension" heran. Man kann sich den Streifen abends im Dunkeln und alleine sicherlich mal antun, aber viel mehr als Unterhaltung im unteren Mittelfeld sollte man nicht erwarten. Aja sollte sich statt auf weitere Remakes mal wieder auf einen eigenen Film konzentrieren, der einem Genre-Fan dann auch wirklich zu gefallen weiß und mal wieder eben nicht nur Durchschnitt ist.


Mirrors in der OFDB 

Insanitarium (Film-Rezension)

Inhalt:
Seit dem Tod ihrer Mutter leidet Jacks Schwester unter schweren psychischen Problemen, welche sich schließlich in einem Selbstmordversuch manifestieren. Das führt dazu, daß sie in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. Jack jedoch ist der Meinung, daß seiner Schwester dort nicht geholfen werden soll, sondern daß dort alles nur noch schlimmer werden wird. Er beschließt, sich selber einweisen zu lassen, um sie dort heraus zu holen. Was er nicht wissen kann: der Klinikleiter experimentiert dort mit einem neuen Medikament, welches die "vorsinnflutlichen" Heilmethoden ablösen soll. Leider gibt es auch eine Nebenwirkung. Das Medikament macht aus den Versuchspersonen blutrünstige, unkontrollierbare Kannibalen...

Kritik:
Die Thematik an sich liest sich recht interessant, gab es bislang doch noch nicht so viele Filme dieser Art, die in einer psychiatrischen Anstalt gespielt haben. Na ja, einige schon... aber es ist trotzdem etwas anderes, als halbnackte Teenies im Wald / der Wüste / dem Landhaus der Eltern vor einem maskierten Wahnsinnigen mit einer mächtig großen Hieb- oder Stichwaffe weglaufen zu sehen. Aus diesem Grund habe ich mir den Film in der Videothek mitgenommen. Der Schauplatz an sich wird auch sehr effektiv eingesetzt, da zunächst wirklich alles auf den ganz normalen Wahnsinn, den man in einer solchen Institution erwartet, hinweist. Hier kamen fast schon ein bisschen die Erinnerungen an Kubricks "Einer flog über das Kuckucksnest" hoch. Bedrückend umgesetzt und die Charakterzeichnungen der Insassen passen auch sehr gut. An dieser Stelle muss man sagen, daß Buhler ein gutes Händchen für Kulisse und Komparsen hatte.

Der Einstieg in den Film ist zwar zunächst ein wenig langatmig, spätestens mit der Inhaftierung Jacks in den Hochsicherheitstrakt nimmt der Streifen jedoch Fahrt auf und beginnt auch, die Spannung und Athmosphäre, die sich aus dem Szenario heraus holen lässt, voll auszunutzen. Man beginnt mit der sympathischen Hauptfigur mitzufiebern und erwischt sich teilweise schon dabei, daß man ihr die Daumen drückt, wenn sie wieder einen Fluchtplan ausheckt und dabei die Unterstützung der Mitinsassen sucht. Später dann, wenn die "Helden" dann tatsächlich versuchen, aus der Klinik heraus zu kommen, kommt es immer wieder zu Angriffen der Kannibalen, zu verzweifeltem Widerstand gegen die in Scharen auftauchenden Gegner - auch hier also: Tempo pur. Langeweile ist bei mir zu keiner Zeit aufgekommen, da die Action den Film bestimmt und durchweg spannend hält. Allerdings sollte man nicht erwarten, daß der Film sich auch durch Humor trägt. Es gibt zwar den einen oder anderen trockenen, situationsbezogenen Witz, aber wir haben es hier eindeutig nicht mit einer Komödie zu tun. Unerwähnt bleiben sollte auch nicht, daß die unvermeidlichen Klischees ebenfalls bedient werden (Pillendealender Irrer, großer schwarzer Wachmann, nymphomane Irre etc.), jedoch nicht so ausgiebig, wie es in den meisten modernen Slashern der Fall ist.

Die Charaktere selber sind gut besetzt und die Schauspieler liefern eine durchweg passable Leistung ab. Man nimmt ihnen die Rollen, die sie spielen ab, genau so wie die zur Schau gestellten Emotionen. Der einzige, der hier etwas aus der Reihe fällt ist Peter Stormare, der den Klinkleiter mit etwas zu viel Enthusiasmus wahnsinnig erscheinen lassen will. Ich würde nicht sagen, daß das gezieltes Overacting ist, sondern wohl unbeabsichtigt herein gekommen ist - die anderen Charaktere sind dafür einfach zu glaubwürdig. Aber dieser kleine Faux Pas mindert den Gesamteindruck, den die Schauspielerriege bei mir hinterlassen hat nur ein Wenig, nichts also woraus ich dem Streifen jetzt einen Strick drehen würde.

Die Synchro ist gut gelungen und unterstreicht die Darsteller noch einmal. Die Sprecher sind genau so motiviert und glaubwürdig wie die Figuren und passen recht gut.

Die SPIO-Freigabe lässt schon vermuten, daß auch ein gewisser Gewaltfaktor mit im Spiel sein dürfte. Dieser kommt vorwiegend im letzten Drittel zum tragen, nachdem den Versuchspersonen die Flucht aus ihren Isolationszellen gelungen ist und sie frei durch die Klinik streifen können. Die Effekte sind hier handwerklich gut umgesetzt und bieten keinen Grund zu meckern. Was am Anfang an Blut gefehlt hat, wird jetzt ausgiebig nachgeholt. Diverse Fress-Szenen (die natürlich in ihrer Umsetzung nicht so hart sind, wie man sie aus alten Kannibalenschockern Marke Cannibal Ferox etc. kennt, aber immer noch recht deftig daher kommen), eine Lobotomie, diverse spritzende Stich- und Schnittverletzungen... es schmaddert also ordentlich, so daß Gorehounds zumindest zum Schluß hin auf ihre Kosten kommen werden. Erfreulicherweise wurde, obwohl sich das Szenario für so etwas geradezu anbieten würde, auf den Einsatz von Torture Porn-Elementen verzichtet.

Fazit:
"Insanitarium" bietet 85 Minuten Unterhaltung auf gutem Niveau. Actionreich und stimmig umgesetzt, sieht man gerne darüber hinweg, daß sich viel bei Klassikern verschiedener Genres bedient wurde. Dabei heraus gekommen ist ein Film, den man am passensten mit "Einer flog über das Kuckucksnest" meets "Re-Animator" meets "Dawn Of The Dead" beschreiben lässt. 

Gnaw (Film-Rezension)

Inhalt:
Der vermeindlich lustige Wochenendausflug der sieben Jugendlichen hätte so schön sein können, wenn nicht schon kurz nach ihrer Ankunft die ersten von ihnen verschwinden würden. Nach und nach wird die Anzahl der Kids durch einen Psychopathen mit einer Vorliebe für Menschenfleisch dezimiert.

Kritik:

That´s the story so far... austauschbar? Natürlich. Abgedroschen? Auch das. Zumindest stellenweise interessant? Man möge sich selber ein Urteil bilden. Zunächst einmal ist dem Film anzumerken, daß kein großes Studio und somit mit Sicherheit auch kein großes Budget dahinter steht. Die Atmosphäre des Landhauses, in dem der Films zu Beginn spielt, ist zunächst noch recht interessant, beginnt aber dann doch relativ schnell langweilig zu werden, da der Film sich auf die "Stärken" des Genres besinnt und die Protagonisten in erster Linie durch Wälder, leere Scheunen etc. rennen lässt. Hierfür gibt es natürlich keinen Originelitätspreis.

Spannung kommt im Grunde genommen ebenfalls nur selten aus. Der Killer ist bereits ziemlich am Anfang des Streifens gespoilert (und jeder, der mehr als einen, zwei Filme ähnlicher Machart gesehen hat, wird auf Anhieb sehen, worauf es hinaus laufen wird) und zudem der ganze Aufbau, vor allem aber die familiären Hintergründe unseres Metzgers fast schon 1:1 vom Texas Chainsaw Massacre abgekupfert wurden. Zwischendruch noch ein ordentlicher Gruß in die Torture Porn-Richtung (der allerdings auch wenig spektakulär ausfällt) und schon ist das Goremet-Menü nach Ansichtder Regisseurs offenbar fertig. Hätte er es lieber noch ein bisschen köcheln lassen.

Den Darstellern ist über große Teile des Streifens anzumerken, daß sie offenbar noch nicht sonderlich lange in ihrem Metier tätig sind, wirklich überzeugend agierte hier niemand, Emotionen gleich welcher Art werden leider nicht wirklich getragen. Selbst bei den Charakteren, die annäherend sympathisch wirken sollen (und das sind nicht viele) will der Funke nicht so recht über springen. Nicht einmal der (stumme) Killer war überzeugend.

Die deutsche Synchro geht in Ordnung - zumindest an den Stellen, an denen übersetzt wurde. Es gibt einige wenige Stellen, an denen die originalen Schauspieler deutlich zu hören sind. Warum auf eine Neuvertonung verzichtet wurde, kann ich leider nicht nachvollziehen, da es sich bei diesen Momenten eigentlich um Parts handelt, die von Anfang an nicht dazu verurteilt gewesen wären, der Schere in irgendeiner Form zum Opfer zu fallen. Meine Vermutung ist also schlicht und einfach, daß auch hier einfach schlampig gearbeitet wurde.

Es gibt einige recht blutige Einstellungen bei Gnaw zu sehen, die teilweise recht gut umgesetzt wurden, an anderen Stellen jedoch einfach nur billig und zum Teil auch lächerlich aussehen. Zudem ist der Gore-Gehalt insgesamt zu gering ausgefallen, als daß der Streifen hier ein paar Meter Boden hätte gut machen können. Das gezeigte hat man so oder in sehr ähnlicher Form schon diverse Male gesehen - und das zumeist besser.

Fazit:

Gnaw ist einer der Filme, auf die die Welt sicher nicht gewartet hatte. Es handelt sich hier eigentlich nur um eine weiter Interpretation des TCM, die zwar dicht an das Original angelehnt ist, aber es in keiner Form erreichen kann. Ein netter Appetizer, wenn man vorhat, sich Tobe Hoopers Meisterstück in nächster Zeit anzusehen vielleicht. Mehr aber nicht. Punkten kann er höchstens als einer der Filme mit den dämlichsten Covers aller Zeiten.

Die Horde (Film-Rezension)

Inhalt:
Für den Mord eines Polizisten schwören vier seiner Kollegen noch auf seiner Beerdigung Rache zu verüben. Mathias Rivoallan wurde von einer Immigranten-Gang gerade zu hingerichtet - ein Schicksal, welches sie mit dem toten Cop teilen sollen. Ohne einen großen Plan dafür mit umso mehr Wut im Bauch wird der leer stehende Betonblock gestürmt, welcher der Bande als Unterschlupf dient.

Die "Operation" mißlingt gründlich und die Polizisten geraten in die Hände der Gang. Die in der Ferne erklingenden Sirenen versprechen jedoch schnelle Rettung. Nach der ebenso überhasteten Flucht aus dem Zimmer, in dem die Cops gefangen gehalten wurden, eröffnet sich jedoch ein Blick der Verwüstung. Flammen und Rauchsäulen überziehen die nächtliche Stadt - und plötzlich sehen sich beide Parteien einem Gegner gegenüber, der eine gemeinsame Vorgehensweise erfordert.

Kritik:
Wie man nach lesen der Inhaltszusammenfassung unschwer feststellen kann, besticht „Die Horde“ sicherlich nicht durch eine sonderlich originelle Handlung, man fragt sich höchstens, was ein Rache-Actioner mit Horror zu tun haben soll. Ohne allzuviel vorweg nehmen zu wollen: wir haben es hier definitiv nicht reinem Actionkino zu tun, sondern bekommen aus Frankreich wieder gute und streckenweise auch blutige Horrorkost vorgesetzt – auch wenn man es nicht mit einem Extrem-Streifen wie Martyrs, Inside oder dem nach wie vor wegweisenden High Tension vergleichen kann.

Lobenswert hervorzuheben ist in jedem Fall, daß sich Die Horde nicht lange damit aufhält, dem Zuschauer die Vorgeschichte der Handlung bis ins kleinste Detail auseinander zu nehmen, vielmehr wird man gleich direkt in das Hier und Jetzt geschossen. Warum die 4 Polizisten auf Blutrache aus sind und in welchem Verhältnis sie zueinander stehen wird immer wieder zwischendurch in ruhigen und von Dialogen getragenen Szenen erzählt. Leider merkt man in diesen jedoch deutlich, daß der Fokus der Autoren und der Regisseure eindeutig mehr auf den lauten und knalligen Passagen liegt. Die Gespräche sind mitunter deutlich zu langatmig und reißen den ansonsten eigentlich konstant angenehmen Spannungsbogen daher leider oftmals nach unten. Bevor jedoch endgültig die gepflegte Langeweile ausbricht, besinnt man sich wieder auf das, was man wirklich gut kann und lässt die nächste Zombiewelle auf unsere Kampfgenossen wider Willen los. Man sieht also: es geht bei Die Horde weniger um eine düstere Atmosphäre, denn um ein hohes Erzähltempo mit entsprechend schnell geschnittenen Action-Sequenzen und einem hohen (Zombie-)Bodycount.
Die Charaktere selber kommen mit dem notwendigen Tiefgang einher, es ist also durchaus möglich, sich mit ihnen und ihren Handlungen zu identifizieren – oder auch eben nicht. Die „Guten“ sind hier ebenso wenig zwangsläufig die Cops wie die „Bösen“ nicht unbedingt nur innerhalb der Gang zu suchen sind. Ein wenig aus der Reihe fällt die Figur des alten Kriegsveteranen Réné, welcher im letzten Drittel des Streifens immer wieder alleine durch sein Auftreten für das eine oder andere Grinsen sorgt und das mit markigen One-Linern noch weiter untermauert. Auch die schauspielerische Leistung der Darsteller gibt keinen Anlass für Beschwerden, man geht professionell und routiniert ohne großartige Einbrüche ans Werk. Selbiges gilt auch für die deutschen Synchronstimmen.

Wie bereits erwähnt, setzt der Film durchgehend mehr auf schnelle und actionreiche Szenen als auf düstere Stimmung. Das schlägt sich zwangsläufig auch auf die Härte nieder. Es wird zwar viel geschossen und (in erster Linie) auch geprügelt was das Zeug hält, ohne dabei jedoch verstärkt auf explizite Szenen zu setzen. Was jedoch nicht heißen soll, daß Die Horde gänzlich darauf verzichtet, einige derbere und auch gut umgesetzte Splatterszenen sind schon enthalten. Einen Großteil der Gewalt nimmt man jedoch mehr oder minder im „Vorbeigehen“ auf. Trotzdem ist ein gesunder Härtegrad vorhanden, der auch dem geneigten Freund des roten Lebenssaftes sicherlich angenehm auffallen wird.

Fazit: 
Left 4 Dead auf Zelluloid.

Botched - Voll verkackt! (Film-Rezension)

Inhalt:
Ritchie (Stephen Dorff) ist ein professioneller Einbrecher, der die Schulden bei seinem Auftraggeber abzuarbeiten versucht. Sein letzter Coup sollte ihn entgültig aus dieser Zwickmühle hinaus und in ein neues Leben bringen. Zu dumm, daß wirklich alles schief gelaufen ist und er nun noch tiefer in der Jauche hockt als zuvor. Er bekommt jedoch eine zweite Chance. Zusammen mit zwei russischen Handlangern soll er ein wertvolles Artefakt aus einem Penthouse in Moskau stehlen. Zwar verläuft der Bruch wie geplant, doch einer der beiden Russen erschießt zum Schluß noch eine Frau. Als bei der anschließenden Flucht der Aufzug nun auch noch in der 13. Etage stecken bleibt, halten die drei das für einen Zugriff der Polizei und versuchen sich mit den restlichen Liftinsassen als Geiseln in der erschreckend unfertigen Etage zu verschanzen. Es stellt sich jedoch schnell heraus, daß nicht die Polizei den Lift angehalten hat, sondern jemand, der um einiges gefährlicher zu sein scheint...


Kritik:
Was sich zunächst wie der Anfang eines X-beliebigen Gangsterstreifen liest, entwickelt sich recht schnell zu einer Horrorkomödie der kranken Art. Man sieht dem Film an, daß er nicht mit einem großen Budget gedreht wurde, der Schauplatz und die ganze Atmosphäre sind hierfür eindeutig zu "billig", auch wenn das nicht unbedingt negativ ins Gewicht fällt, da das verlassene, baufällige Stockwerk eine Kulisse ist, die nicht unbedingt hochglanzpoliert sein muss, um ansprechend zu wirken. Zum Schluß, wenn unsere Hauptdarsteller dann doch ins Allerheiligste des Killers vordringen merkt man dann auch, daß sich zumindest hier wirklich Mühe mit dem Schauplatz gegeben wurde, weg von kargen Fluren hin zu fast schon überfrachteten Opferräumen und Repliken-Ausstellungen.

Auf den Aufbau eines Spannungsbogen verzichtet "Botched" zum großen Teil, gibt schon sehr früh preis, wer hinter dem angehaltenen Aufzug steckt und  konzentriert sich mehr auf die Gags (welche zu 90 % SEHR flach sind). Leider zünden hier nicht alle und wiederholen sich teilweise auch allzu offensichtlich. Das bringt zwar Abzüge in der B-Note, trübt den Gesamteindruck aber nicht so sehr, daß das Review an dieser Stelle zu einem richtigen Verriß aussarten würde. Man muss sich halt darauf einstellen, daß man sich hier nicht auf eine literarisch hochwertige Komödie einlässt, sondern vielmehr auf einen Bier- und Party-Streifen. Und unter diesem Aspekt funktioniert der Film auch ziemlich gut. Neben dummen / sarkastischen / zynischen Sprüchen der Protagonisten sorgt vor allem auch immer wieder das Auftreten des Killers, ein Verschnitt aus Ivan dem Schrecklichen und einem schwulen Aragorn, für Lacher, speziell in den Momenten in denen er sich fast schon tanzenderweise auf die Jagd nach den kleinen Opferlämmchen macht.
Die weibliche Hauptrolle und die Nebendarsteller machen ihre Sache gut. Ganz speziell wird mir hier wohl der Sicherheitsmann in Erinnerung bleiben, der dauerhaft damit prahlt, ein Spaznak-Mitglied gewesen zu sein, sich über die Nachteile des Lebens als Soldat (Vorwürfe hinsichtlich Mobbing, Alkoholexzessen und homosexuellen Beziehungen) auslässt, traurig über die Gründe seiner Entlassung (Mobbing, Alkoholexzesse und homosexuelle Beziehungen) ist und allzugerne eine "Alphamännchen" wäre - dabei aber jeden Plan, den er schmiedet, verpatzt. Stephen Dorff selber ist ein bisschen enttäuschend. Als einziger versucht er, einen durch und durch ernsten Charakter darzustellen, was ihm zwar auch gelingt, aber nicht in den Kontext des Films passt. Zwar mag von Zeit zu Zeit ein Gegenpol zum humoristischen Getue der anderen Charaktere nicht schlecht sein, Dorff übertreibt dies jedoch in seiner Darstellung. Der eine oder andere, von mir aus auch extrem trockene, Gag hätte ihm gut zu Gesicht gestanden.

Die deutsche Nachvertonung zu beurteilen ist schwierig. Mit Ausnahme von Ritchie haben alle Charaktere einen osteuropäischen Dialekt, was auf Dauer schon strapazierend sein kann (und nebenbei noch ein Wenig unlogisch ist - schließlich ist er ja der einzige, der eigentlich mit Dialekt sprechen müsste). Auf der anderen Seite gibt es aber gerade durch diese Tatsache noch den einen oder anderen Lacher. Und zur Ehrenrettung sollte auch nicht unerwähnt bleiben, daß auch die Originaltonspur lediglich Stephen Dorff ein normales Englisch zugestanden hat.

Der Blutgehalt ist für eine 16er Freigabe erstaunlich hoch. Enthauptungen, abgehackte Körperteile, ansatzweise sogar eine Ausweidung... alles dabei. Sicher, diese Einstellungen sind immer sehr übertrieben dargestellt (unsere Vermutung war, daß der menschliche Körper so um die 20 - 30 Liter Blut beinhalten würde, wenn es nach Regisseur Kit Ryan und den Blutspuren, die sich bereits nach dem ersten Mord durch das 13. Stockwerk ziehen, ginge) und passen in die lustige Machart des Films. Man sollte also in keinem Fall extrem harte SFX erwarten, sondern vielmehr eine solche Überspitzung der Gewalt, daß es schon lächerlich ist - wenn auch nicht unbedingt in einem negativen Sinn. Hierdurch verliert der Film auch die Härte, die ein realistischerer Umgang mit den Goreeffekten mit sich gebracht hätte. An sich sind die Effekte jedoch handwerklich angemessen umgesetzt und wirken dadurch auch nicht zu billig.

Fazit:
Eines ist klar: "Botched" kann nur mit Kumpels und ein paar Bier sein volles Unterhaltungspotential entfalten. Zudem sollte man auch nicht vergessen, das Hirn vor dem Ansehen des Films auf Standby zu schalten. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann man mit dem Streifen gut Spaß haben.